Heut war wie Weihnachten – Nützliche Tools gesucht und gefunden.

Los ging’s heut früh, als ich bei Golem einen Artikel über das Zeiterfassungsprogramm „Inidona Time Tracker“ las, das mich interessierte, weil es die Möglichkeit einer Automatisierung der Zeiterfassung ermöglicht. Das hat mich nicht mehr losgelassen und ich habe es runtergeladen und installiert.

Es besteht im Program die Möglichkeit, mittels regulären Ausdrücken geöffnete Fenster bestimmten Projektkategorien und Aktivitäten zuzuweisen. So ist es zum Beispiel möglich, aufgrund des geöffneten Anwendungsfensters, das zum Beispiel bestimmte Namensteile enthält, einer ganz bestimmten Aktivität zuzuschlagen.

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Blöd nur, daß ich von regulären Ausdrücken nicht die Bohne einer Ahnung habe und es deshalb nicht geschafft habe, Inidona dazu zu bewegen, im CorelDraw-Fenster die geöffnete Datei, die den Kundennamen enthält, eben diesem Kunden zeitlich zuzuweisen. Also hab ich gegockelt und bin fündig geworden. Das zweite Geschenk an diesem Tag! ich hab nämlich einen Link mit einem Tutorial von Daniel Fett genau über die regulären Ausdrücke gefunden, nach dessen Lektüre sogar mir unbedarften ein gewisses Licht aufging.

Jedenfalls habe ich es mithilfe dieses Tutorials geschafft, alles so einzurichten, daß verschiedene geöffnete Dateien, an denen ich arbeite, nun automatisch dem passenden Zeitkonto zugeschlagen werden.

Als ich dann heute abend noch meinen idealen PDF-Reader, den PDF-XChange Viewer gefunden habe, (Micha hat in seiner Blumenstraße darüber berichtet) kann ich heute mal behaupten, daß dieser Tag insgesamt mal wieder richtig positiv endet. Ich bin heute nicht nur einen Augenblick lang, wie sonst oft, ein kleines bißchen glücklich gewesen, wofür ich den beteiligten Autoren und Programmierern wirklich und ehrlich dankbar bin.

Ein schöner Tag, heute!

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Das Projekt 39,2

…habe ich für das Jahr 2007 und das Jahr 2008 jeweils als statische Seite gestaltet und ins Menü aufgenommen. Dort sind die Bilder zu finden, die ich – immer das neueste zuerst – für jedes Jahr in eine Galerie zusammengetragen habe. Und weil ich die ursprüngliche Galerie heute getrennt und zum besseren Vergleich nach Jahren aufgeteilt habe, gibt’s auch ein neues Veröffentlichungsdatum.

Der Standort befindet sich auf meiner täglichen Spazierstrecke an der Tafel zum Illerkilometer 39,2 nicht ganz 100 Meter vom Fellheimer Wehr aus gesehen am Ostufer flußabwärts.

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Unterhalb des Standorts ist die Iller-Insel zu sehen, die derzeit ziemlich trist aussieht. Von ihr verspreche ich mir für die nächsten Monate doch eine deutlich sichtbare Veränderung, die ich dokumentieren möchte.

 

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Je nach Wasserstand der Iller kann diese Insel durchaus auch überschwemmt werden. In den Monaten ohne Hochwasser sollte die Vegetation auf der Insel wachsen und gedeihen.

Kommentare zum Projekt bitte ich hier abzugeben. Ich werde von der Galerie aus auch noch einen Link zu diesem Beitrag einfügen, damit von dort aus direkt hierher gewechselt werden kann.

Ich freue mich schon auf Reaktionen von euch!

Sollte zufällig mal jemand in diese Gegend kommen, würde ich mich über ein Treffen freuen. Ich bin normalerweise immer zwischen 11:15 und 11:45 an dieser Stelle anzutreffen, wenn ich zuhause bin und Bürodienst mache. Dienstags und Donnerstags bin ich öfter unterwegs. An diesen Tagen gibt’s dann entweder ein „frühes“ oder gar kein Bild.

Schaumermal, wie lange ich das durchhalte…

27.06.2007

Es lohnt sich immer wieder, auch mal bei schlechtem Wetter zu gehen. Die Lichtstimmungen sind schön und man hat seine Ruhe:

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GPS-Blitzschuhempfänger – Gequirlter Schwachsinn?

Gerade lese ich bei Golem, daß ein auf den Blitzschuh aufsteckbarer GPS-Empfänger auf den Markt kommen soll. Wieder ein Ding, das die Welt nicht braucht!

Schwachfug 1: Das Teil trackt nur, wenn man auslöst, ist also wirklich ausschließlich für das Geotaggen von Bildern geeignet.

Schwachfug 2: Es blockiert den Blitzschuh und verhindert damit, daß geblitzte Bilder getaggt werden können.

Schwachfug 3: Es ist technisch offensichtlich unausgereift, weil der interne Akku nur via USB und PC geladen werden kann, wie auch beim I-GotU-Tracker, der hier beschrieben ist.

Schwachfug 4: Es ist wohl offensichtlich nur möglich 1000 Trackpunkte zu schreiben. Da muß ich schon auf einer Halbtages-Session meine Computerausrüstung mitschleppen, damit ich mehr als 1000 Bilder machen kann.

Schwachfug 5: Für alle Kameras ohne Blitzschuh wird dann wohl Gaffer-Tape für die Fixage mitgeliefert?

Alle Tracker schreiben übrigens Rohdaten und erst die Software sorgt für die nötige Formatierung, um die Daten weiter verarbeiten zu können. Für eine Investition von 60 bis 90 Euro kann ich mir zum Beispiel einen Holux M-241 kaufen, den ich in der Außentasche des Fotorucksacks mitnehmen oder mir um den Hals hängen kann. Dieses Gerät arbeitet mit einem handelsüblichen AA-Akku, mit dem mindestens 12 Stunden getrackt werden kann. Der Akku ist mit jedem handelsüblichen Ladegerät aufladbar und falls kein Strom vorhanden, kann auch am Kiosk mitten in der Wüste Gobi eine AA-Batterie erstanden und eingesetzt werden.

Die Aufzeichnungsdichte ist einstellbar und die Übertragung der Daten in die fotografierten Bilder übernimmt automatisch meine bevorzugte Bildbearbeitung FixFoto.

Alles weitere könnt ihr in den diversen Beiträgen hier im Blog nachlesen.

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Wintec WPL-1000 – es ist vollbracht!

„Ja iss denn heut scho…?“ – Heute kam von GPS-Total ein nagelneues WPL-1000 bei mir an. Es handelt sich um ein Gerät neuester Generation mit der aktuellsten Software (V 1.0.5.9). Der allererste kurze Test (ich lasse jetzt erst mal die Werkseinstellungen stehen) verlief sehr positiv.

Edit: 5. Sept. 2008 – ersten etwas längeren Test nachgetragen!

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Was mich sehr gefreut hat, ist der, wie mir gesagt wurde, jetzt zur IFA in Berlin kurzzeitig nochmals erweiterte Lieferumfang. Es war neben der schon bekannten Umhängeschlaufe, der USB-Verlängerung, der englischen Bedienungsanleitung und der (von GPS-Total dazugepackten!) Neoprentasche auch noch eine kunstlederne schwarze Schutzhülle für das Gerät mit Gürtelschlaufe, sowie ein flexibles mittels Klettverschluß verschließbares Band enthalten, das zum Beispiel als Fahrradhalterung für den Lenker oder zur zusätzlichen Fixierung am (Foto-)Rucksack verwendet werden kann.

Ich hatte ja hier schon über das alte Gerät berichtet und es, wegen der technischen Probleme, nach und nach heruntergewertet. Diese Wertung muß ich jetzt

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Wassertreten in Fellheim

Vor wenigen Wochen wurde in unserem Dorf eine Wassertretstelle feierlich eröffnet. Fellheimer Vereine haben zusammen mit der Gemeindeverwaltung für ein Kleinod der Erholung gesorgt. Wer hier ausrutscht und auf die Schnauze fällt oder sich die Hosenbeine nass macht, tut das sogar mit Gottes Segen, denn auch unser Pfarrer war maßgeblich an der offiziellen Einweihungsfeier beteiligt.

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+48° 4′ 12.15″, +10° 9′ 4.00″

Bisher habe ich noch von keinem größeren Unfall gehört. Sowohl unser Pfarrer, als auch die Erbauer haben also gute Arbeit geleistet. Zudem hängt ein Rechen am Baum, den der geneigte Wassertreter benutzen kann, um eventuelle Algen und Moose von der Bodenplatte zu entfernen und so für einen rutschfreien Spaß zu sorgen.

Unser Landkreis wirbt ja hin und wieder mal mit „Kneippland Unterallgäu“, da der Pfarrer Sebastian Kneipp im Landkreis geboren ist und auch gewirkt hat. So verwundert es nicht, daß die Fellheimer nun stolz auf ihre neu erbaute Wassertretstelle sind und das Kneippen in Fellheim in aller Munde ist.

In die Memminger Ach, die hier vorbei fließt, wurde eine Betonplatte mit Geländer versenkt, eine Zugangstreppe wurde geschaffen und der Bach mit Felssteinen ein wenig aufgestaut. Direkt beim Zugang entstand ein kleiner Rastplatz mit Ruhebänken, die zum Verweilen einladen.

Ich halte diese Stelle für wirklich gut gelungen und kann den Initiatoren und vor allem den freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern nur ein herzliches Dankeschön sagen und zur gelungenen Vollendung gratulieren.

Ich habe meinen Spazierweg in den letzten Wochen extra nochmal angepasst und komme so jetzt fast täglich daran vorbei. Es macht wirklich Freude, diesen Ort immer gut bevölkert zu sehen und man sieht, daß es allen, vor allem den Kindern, einen Heidenspaß macht. Ich hoffe, daß unser neues „Dorf-Higlhight“ noch lange so gut angenommen wird. Ich finde jedenfalls, es steht uns gut.

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Foto-Datensicherung – hab ich Paranoia?

Über meinen Freund Micha und seine „Blumenstrasse“ bin ich auf dem Blog photoappar.at von Ralf-Jürgen Stilz gekommen, der eine Blogparade zu diesem Thema organisiert hat.

Da ich schon immer mal über dieses Thema einen Beitrag verfassen wollte, nehme ich das heute gleich mal zum Anlass.

1. Auf wie vielen Datenträgern speicherst Du Deine Fotos?

Ich sichere die Original-Kameradateien, die ich für jede Kamera in einem extra Ordner sammle, jeden abend beim Runterfahren meines Rechners auf DVD-RAM. Die vollen Medien werden zusammen mit einem getesteten und ansonsten neuen DVD-Laufwerk gleichen Typs wie das verwendete Sicherungslaufwerk an einem anderen Ort gelagert.

Alle Daten werden auf einem Buffalo-System parallel auf 2 500GB-Platten gespeichert und gespiegelt. Meist einmal die Woche, wenn größere Projekte mit vielen Bildern anstanden, auch öfter, werden die Daten dann auf eine externe USB-Platte gesichert, die ich nur zu diesem Zweck anstöpsle. Buffalo Raid-System und diese externe Platte enthalten natürlich neben den Bilddateien auch sämtliche andere Daten.

2. Wie regelmässig machst Du Backups?

Wie oben beschrieben, die Original-Kameradaten einmal täglich auf DVD-RAM, den Rest permanent auf die 2. Buffalo-Platte und einmal wöchentlich auf ein externes Laufwerk.

3. In welchem Format speicherst Du Deine Fotos?

Wie sie aus der Kamera kommen und je nach Bearbeitungsstand auch mal als TIF (je nach Rohdaten 8 oder 16bit). Das fertig bearbeitete Endergebnis wird dann als JPG gespeichert.

4. Welche Ordnerstrukturen oder Dateinamen verwendest Du?

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Den jeweiligen Ordner Originale, der direkt nach dem Überspielen schreibgeschützt wird, sichere ich täglich auf DVD-RAM. in den jeweiligen Tagesordnern der einzelnen Kameras halte ich die Kopien, die ich bearbeite. Als Dateinamen behalte ich den Original-Dateinamen aus der jeweiligen Kamera, die bei mir so eingestellt sind, daß sie hochzählen. Zur genauen Unterscheidung füge ich beim ersten Übertragen von der Speicherkarte den Dateinamen automaitsch noch die EXIF-Zeit hinzu. So vermeide ich Verwechslungen durch wiederkehrende Nummern. (ab 10.000 Bildern zählen die Kameras ja wieder ab 0001).

img_9750-092230.cr2 ist dann ein Beispiel für ein Canon-RAW.

tree2Der rot gekennzeichnete Ordner enthält die Original-Kameradaten eines Tages und ist schreibgeschützt. Diese Ordner werden allabendlich auf DVD gesichert. Die im grün gekennzeichneten Tagesordner befindlichen Kopien werden bearbeitet und enthalten die zusätzlichen EXIF-, IPTC- und GPS-Daten. Vorhandene GPS-Logfiles speichere ich auch mit in den jeweiligen Tagesordner ab.

5. Wie indizierst Du Deine Fotos?

Den Fotos gebe ich schon beim Übertragen neben zusätzlichen EXIF-Daten, wie zum Beispiel dem verwendeten Objektiv, dem Copyrightvermerk, etc. auch IPTC-Daten und, so vorhanden, GPS-Daten mit. Die EXIF-Daten werden schon während der Übertragung von der Speicherkarte ausgefüllt. Unmittelbar nach der Übertragung füge ich dann erst die IPTC- dann die GPS-Daten zu und lassen zu den GPS-Koordinaten gleich die Ortsnamen in die EXIF-Beschreibung und den IPTC-Ort eintragen.

Wenn ich, was äußerst selten vorkommt, mal in RAW fotografiere, dann habe ich die Kamera so eingestellt, daß automatisch ein kleines JPG mitgeschrieben wird. Alle oben genannten Daten trage ich dann in dieses JPG ein, noch bevor ich das RAW entwickle. Die verwendete Bildbearbeitung kann beim Überschreiben dieses „kleinen“ JPG durch das endgültig bearbeitete „große“ JPG-Bild die vorhandenen EXIF- und IPTC-Daten übernehmen. Beim obigen Beispiel entwickle ich img_9750-092230.cr2 zu 16bit-TIF, das ich dann bearbeite, bis ich der Meinung bin, es ist ok. Parallel existiert im gleichen Verzeichnis noch die mitfotografierte „kleine“ img_9750-092230.jpg. Wenn das TIF korrekt bearbeitet wird, überschreibe ich damit img_9750-092230.jpg und behalte die als bearbeitetes Original. Diese Datei wird nicht verkleinert und nicht geschärft. Skalieren und Schärfen passiert dann gezielt für den jeweiligen Zweck, wobei ich dieses Bild dann als Kopie speichere und das große endbearbeitete JPG unverändert lasse.

6. Welche Software setzt Du ein?

Zum Übertragen von der Speicherkarte und zum Update der EXIF-Daten: FixFoto mit den beiden kostenlosen Skripten CopyCard und MKCanon von Werner Pilwousek.

Zum Eintrag der IPTC-Daten: FixFoto und das Skript WPIPTC von Werner Pilwousek, das ich in einer erweiterten Bezahlversion verwende. Das Basisskipt ist ebenfalls kostenlos.

Zum Eintrag der GPS-Koordinaten: FixFoto

Zum Eintragen der aus den GPS-Koordinaten ermittelten Ortsnamen: FixFoto und das kostenlose Skript GeoLoc2IptcOrExif von Heinz Höfling.

Zum Bearbeiten der Bilder: FixFoto

Für das Backup der Daten: Die „Verzeichnisse synchronisieren“-Funktion von TotalCommander für die Sicherung auf das externe Festplattenlaufwerk sowie eine selbst gebaute DOS-Batch, mit der allabendlich die Original-Kameradaten auf DVD-RAM und die übrigen sicherungswürdigen Daten zwischen zwei in den Compi eingebauten Festplatten hin und her gesichert werden. (Das läuft für alle Daten, die nicht auf dem Buffalo eh schon gespiegelt werden.

Vielleicht macht das jetzt den Eindruck, ich würde zu viel machen, aber ein Supergau mit total zerstörtem Festplattenlaufwerk mit mehr als 100 GB Bilddaten und 1400 schon bearbeiteten Bildern von meiner Antarktis-Reise (gottseidank hatte ich die Original-Kameradaten gesichert und kann jetzt wenigstens neu bearbeiten) haben mich ein wenig sensibler für dieses Sicherungsthema werden lassen.

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Zw… auf Kreuzfahrt – 17

Der letzte Tag – wir erreichen wieder Bremerhaven und es geht mit dem Bus zurück nach Hause. Zeit also, für eine kleine Rückschau und eine Gesamtbewertung.

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…da fallen Späne (oder werden Sessel durchgescheuert). Ich hätte auch schreiben können „Tag 17 – warten!“.

In der Nacht von gestern auf heute mußten die großen Koffer, wie üblich, vor die Kabindentür gestellt werden. Nach dem Einpacken haben wir uns nochmal in die Freibeuterbar begeben und das letzte Alkoholfreie (für den Uwe) und das letzte Dosenweizenbier (für mich) zu genießen. Bis 24 uhr konnte auf Schiffskarte bezahlt werden.

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Gegen 23:30 Uhr wurde wieder in einer Prozession der oben abgebildete Erzengel Gabriel durch das Schiff getragen.

Für Außenstehende sah es so aus, als würde nur die Dekoration für den Aufbau der Mitternachtssnacks an ihren Platz gebracht. Wir Insider wissen aber, daß damit nur der wahre Grund kaschiert wurde. Die tägliche Erzengel-Gabriel-Prozession war nämlich dafür verantwortlich, daß wir unsere Reise letzten Endes sicher beenden konnten, daß durch den Seegang nur Gläser von der Theke, aber keine Passagiere von den Barhockern rutschten, und, das Wichtigste, daß wir keiner Sandbank zu nahe kamen.

Am Schluß der Prozession wurde dann immer der Torso des Kochs getragen.

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Böse Zungen könnten jetzt behaupten: „Kein Wunder daß das Essen so schlecht war, wenn der Koch zum einen weder Arme noch Beine hat und zum anderen jeden Tag in eben dieser kultigen Prozession durch’s Schiff getragen wird, statt in der Küche seinen Mann zu stehen“.

Aber wir sind ja keine bösen Zungen.

Das Wetter an diesem letzten Tag ist schön und ich fotografiere auf dem Dampfer ein letztes Bild von „draußen“, um die Gegebenheiten im Bild fest zu halten.

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Als wir dann am Vormittag Bremerhaven erreichen, heißt es warten, bis der Bus aufgerufen wird. Wir verziehen uns, bewaffnet mit einer Flasche Wasser, in die Bibliothek, in der die Klimaanlage auf Hochtouren werkelt. Wir haben unsere Ruhe und finden Zeit, noch einige Bilder zu machen, die ein wenig zeigen, in welch desolatem Zustand Dampfer und Einrichtung inzwischen sind.

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Auf dem Tagesbild ist die Sitzfläche einer der Ohrensessel zu sehen. Der Sessel in unserer Kabine sah noch deutlich schlimmer aus. Auf dem Bild oben sollte eigentlich die Klinke und das Schloss der Bibliothekstüre zu sehen sein. Die war abgefallen und wurde während unserer Reise nicht erneuert.

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Auch die übrigen Stühle waren teils in einem abenteuerlichen Zustand. Klar, ich weiß, gerade an einem Tag des Wartens fallen diese Dinge immer ganz besonders auf. Ich will das auch nicht überbewerten, aber ich finde es traurig. Traurig ist auch, wenn dann mal was repariert wird, wie die Couchen in der Piano-Bar, wie lieblos das vonstatten geht. Da wird für die Sitzfläche dann irgend ein ähnlichfarbiger, ansonsten aber komplett anderer Stoff verwendet.

Aber egal, ich bin ja inzwischen wieder zu Hause und habe auch diese Reise überlebt.

Bedanken möchte ich mich hier beim Erzengel Gabriel und ausdrücklich nochmal bei Andreas und Winnie, die uns oft als Reisebegleiter zugeteilt waren. Die beiden haben immer mal wieder „Fünfe grade sein lassen“ und bei unseren Fotoeskapaden ein Auge, manchmal sogar zusätzlich ein Hühnerauge mit, zugedrückt. So bin ich zu Bildern gekommen, die den anderen, die nicht mal schnell um die Ecke und vom „rechten Weg“ abgewichen sind, vorenthalten blieben. Die beiden haben mit ihrer Art, mit ihrer Freundlichkeit und mit ihrem Können dafür gesorgt, daß mir das gesamte Team rund um Andrej in guter Erinnerung bleiben wird.

Bis auf die Hardangerfjordrheumadeckenbusreise, die für mich wirklich grenzwertig war, haben sie dafür gesorgt, daß ich mich an alle Ausflüge gerne zurückerinnere.

Gar nicht gerne erinnere ich mich seit dieser Reise an den Veranstalter, Lord Nelson Seereisen, und an die Reederei zurück. Deren Leistungen waren mangelhaft bis ungenügend. Besonders gemein fand ich die Regelung mit den vorab zusätzlich zum Reisepreis abkassierten Trinkgeldern, die angeblich allen Mitarbeitern gleichermaßen zugute kommen sollten. Von verschiedenen Mitarbeitern auf dem Dampfer habe ich erfahren, daß vorher die Gehälter um eben diesen Trinkgeldbetrag gekürzt wurden. Die Leute verdienen miserabel und mir bleibt der (natürlich subjektive) Eindruck, daß sie ausgebeutet werden. Bei Uwe und mir gab’s deshalb für Restaurant- und Kabinenpersonal ein Extra-Trinkgeld, weil wir mit ihrer Arbeit wirklich zufrieden und teils auf’s angenehmste überrascht waren.

Isgesamt ist die Reiseroute wirklich empfehlenswert, nicht aber mit diesem Veranstalter und mit diesem Schiff. Ich habe für die nächste Kreuzfahrt mein favorisiertes Schiff in HonningsvÃ¥g schon mal von außen inspiziert.

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Die MS Dlephin und Hansa Kreuzfahrten wurden von einigen Mitpassagieren durch die Bank gelobt und empfohlen. Schaumermal, wann ich’s dann ausprobieren kann.

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Zurück nach Hause ging’s dann mit einem komfortablen Reisebus von Komm-mit-Reisen, einer ausgesprochen freundlichen Hostess und diversen, ausgeschlafenen Busfahrern mit ruhiger Fahrweise. Leider war der Weißwurstbestand von den „Zureisern“, die heute vormittag mit unserem Bus angekommen waren, komplett leer gefressen worden. Aber der Nußkranz war spitzenmäßig und verhungern mußten wir nicht.

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Holux M-241 und BT-747

Ich habe mir einen Holux M-241 Tracker zugelegt, der ja leider mit der Standard-Übertragungs-Software „Holux Logger-Utility“ etwas seltsame Export-Dateien liefert.

So waren die erzeugten GPX-Files nicht mit FixFoto zu verarbeiten, noch konnte ich sie mit meinem MapSource-Programm öffnen.

Für FixFoto gibt es inzwischen ja, dank der wieder besonders schnellen Reaktion des Programmautors Joachim Koopmann, eine neue Beta-Version, die auch das seltsame Holux-GPX einlesen und verarbeiten kann.

Von Natur aus penentrant, wie ich bin, habe ich natürlich nicht locker gelassen und bin auf die Suche nach einer alternativen Software gegangen und habe im Netz die Lösung für mich und mein Windows XP gefunden.

Es handelt sich um das Open-Source-Projekt BT-747, das ich mir heruntergeladen und in ein eigenes Programmverzeichnis entpackt habe. Anfangs habe ich das Programm einfach nicht zum Laufen bekommen. Es enthält viele Dateien, von denen ich nicht weiß, ob und wofür sie benötigt werden. Also habe ich probiert. Zum Betrieb muß IMHO Java installiert sein. Da ich es schon installiert hatte, konnte ich mich gleich mit der eigentlichen Programmausführung beschäftigen.

run_rxtx.bat führt zum gewünschten Erfolg und ein Programmfenster öffnet sich:

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Es öffnet sich automatisch gleich das Verbindungsfenster, in dem die ersten Einstellungen getätigt werden müssen, damit mit dem Holux verbunden werden kann. Für die Connect-Geschwindigkeit muß 38400 Baud eingestellt werden.

Da für die Verbindung des Holux mit dem Computer ein COM-Emulator verwendet wird, der mit der Original-Software-Installation eingerichtet wurde, muß nur noch nachgeschaut werden, welcher COM-Port für den Connect verwendet wird. Das geht in der Windows-Systemsteuerung.

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Wenn der Holux mittels USB-Kabel verbunden ist, kann der verwendete COM-Port im Gerätemanager abgefragt werden:

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Im beschriebenen Fall ist das COM 7, der in der BT747-Software eingestellt werden muß.

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Sind diese beiden Werte eingestellt, können, bevor der Port verbunden wird, noch die restlichen Voreinstellungen vorgenommen werden.

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