Zw… auf Kreuzfahrt – 14

18. Juni 2008 – 171 Seemeilen

…von Vik nach FlÃ¥m und dann nach Bergen. Aber erst einmal müssen wir in Vik ankommen. Wir sind früh aufgestanden und waren schon um 4:45 Uhr an Deck.

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…fängt den Wurm, heißt es. Ich hatte mich schon sehr auf die Einfahrt in den Sognefjord gefreut, ist er doch der größte und mit seinen anschließenden kleineren Armen der längste Fjord Norwegens.

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Immer wieder mal wird es ein wenig heller, manchmal drückt auch ganz kurz die Sonne ein klein wenig durch. Sehr schön an diesem Morgen sind auch die verschiedenen Wolkenstimmungen mit teilweise sehr tief hängenden Wolken. Ein beeindruckender Morgen.

 

südnorwegen-kUwe und ich sind noch ganz alleine an Deck. Wir fotografieren und staunen. Leider ist das Wetter an diesem Morgen nicht besonders gut. Der Himmel ist bedeckt und es ist diesig und regnerisch. Trotzdem genießen wir die etwa 200 km, die wir ins Landesinnere fahren und stellen uns vor, wie tief es unter unserem Dampfer mit bis zu 1300 Metern runter geht. Die letzten drei Tage mit Vik und FlÃ¥m, mit Bergen und Stavanger sollen die letzte Höhepunkte der Reise werden.

Wir haben eine Ganztagesreise von Vik, mit dem Bus über die Berge nach Voss und von dort aus mit dem Zug nach Myrdal gebucht. Von Myrdal aus geht es dann mit der berühmten FlÃ¥msbana zurück nach FlÃ¥m, wo uns die Mona Lisa wieder aufnehmen wird.

Erster Halt nach der reibungslos verlaufenden Ausschiffung in Vik ist die dortige „Hopperstad Stabkirche“, die um 1140 erbaut wurde. Eine der wenigen vollständig erhaltenen Stabkirchen Norwegens.

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Leider wird gerade fleißig renoviert und ich habe mir deshalb ein Komplettbild erspart. Gerüste sind nicht gerade fotogen. Innen war’s auch schwierig, denn es kamen innerhalb kürzester Zeit vier Busse mit Mona Lisa-Ausflüglern an. Alle wollten rein und so war für mich, bei meiner Figur, leider innen auch ken Platz mehr.

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Ich habe stattdessen den Blick hinunter zum Fjord genossen, in dem sich unser Dampfer schon wieder aufmachte, um nach FlÃ¥m weiterzufahren, und dort die Halbtagesausflügler an Land zu bringen. Wir würden dort dann heute abend auch wieder zusteigen.

 

zuerst geht es aber mit dem Bus über das Gebirge weiter nach Voss, wo wir zum Mittagessen „verabredet“ sind. Tiefliegende Wolken versperren uns anfangs leider den Blick hinunter ins Tal. Nach einem kurzen Fotostop fahren wir weiter, vorbei an schneebedeckten Bergwänden.

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Schmelzwasserseen bieten ein beeindruckendes Bild mit intensivsten türkisen Farbtönen.

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Vorbei an Wasserfällen und einem reißenden Fluss geht’s runter in ein Tal. Wir erreichen Voss. In einem Hotel ist ein opulentes Mittagsbuffet für uns angerichtet. Ich suche mir einen Platz, sehe wieder den Beginn des Ansturms und die lange Schlange und entschließe mich, wie Uwe das schon vorher entschieden hat, ebenfalls auf’s Mittagessen zu verzichten und mir die gut zwei Stunden Freizeit mit der Besichtigung von Kirche, Ort und Bahnhof zu vertreiben.

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Ein wirklich nettes Örtchen mit einer schönen Steinkirche, vielen Holzhäusern und einem hübschen Bahnhof, gleich neben dem das oben abgebildete „Fleischers Hotel“ befindet, ganz aus Holz gebaut sieht es richtig verwunschen aus. Kurz nach 14 Uhr geht es dann mit dem Zug durch eine wunderschöne Landschaft weiter nach Myrdal, wo wir nach kurzer Wartezeit die berühmte FlÃ¥msbana besteigen.

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In den nächsten ca. 45 Minuten werden wir mehr als 900 Meter Höhendifferenz überweinden. Die teilweise in den Fels gesprengte Bahnstrecke windet sich in vielen Serpentinen ins Tal.

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Die Bahn ist heute praktischn nur noch Touristenattraktion. Und so kommt es, daß auf der Strecke an einem Wasserfall sogar angehalten und ein Fotostop eingelegt wird.

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Nach einer Fahrt mit wunderschöner Aussicht (leider „fliegen“ viele Motive so schnell vorbei, daß keine Zeit zum Fotografieren bleibt und ich die Serienbildfunktion meiner 5D nutzen muß, um doch noch das eine oder andere Motiv zu erhaschen) erreichen wir das Örtchen FlÃ¥m am Ende des Auranger-Fjordes, wo uns die Mona Lisa wieder erwartet.

 

Uwe und ich lassen es uns nicht nehmen, uns noch im FlÃ¥msbana-Museum umzuschauen und uns kurz in den Touristenshops über diverse Norweger-Utensilien zu informieren.

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Es bleibt noch ein wenig Freizeit, wie Uwe und ich dafür nutzen, um ein wenig ab vom Touristentrubel ein bißchen zu entspannen und einen schönen Blick auf das Schiff zu erhaschen. Das Wetter ist besser geworden und die Sonne kommt ein wenig raus.

Nach kurzer Wartezeit auf das nächste Tenderboot, die uns von der Schiffsbesatzung mit heißem Kaffe und/oder Tee verkürzt wird, geht’s dann zurück an Bord.

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Mit der Rückfahrt durch den Auranger- und Sognefjord geht ein rundum gelungener Ausflugstag zu Ende. Noch schnell ein Bild von der Fjordlandschaft geknipst, ehe es über Nacht weiter nach Bergen gehen wird.

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2 Kommentare zu Zw… auf Kreuzfahrt – 14

  1. micha sagt:

    Bei dem Bild mit dem Schmelzwassersee habe ich so gar keine Ahung, wie groß man sich den vorstellen muss.

  2. kuni sagt:

    Der See selber war vielleicht so 500 m breit und 2 km lang. Das Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt, den ich vom fahrenden Bus aus erhaschen konnte.

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