:: Gegen den Trend – Schwarz-Weiss-Fotografie

am 10.06.2006 um 18:03 - abgelegt unter: Gedanken
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Die Aufnahme entstand als Farbbild mit einer Canon D60 und einem Objektiv 17-35L, wurde mit MonochromiX umgewandelt und mit FixFotos MFDL gerahmt. Eine Zusammenfassung der praktischen Erfahrungen mit FixFoto und MonochromiX findet sich in der Kategorie „angetestet“.

Die Beschäftigung mit der Schwarz-Weiss-Fotografie bietet in jedem Fall eine wirklich hervorragende Möglichkeit, sich mit seinen Bildern auch gestalterisch vom Digital-Einerlei abzuheben. Die intensive Beschäftigung mit Licht und Schatten schult das Auge auch für Farbbilder.

Ich möchte behaupten, wer Schwarz-Weiss fotografieren kann, kann auch farbig fotografieren. Sich mit einem Bildmotiv bezüglich seiner Schwarz-Weiss-Tauglichkeit auseinanderzusetzen, heißt gleichzeitig, sich intensiv Gedanken über das Motiv und seine Gestaltung zu machen.

Leider gibt es sehr wenige Digitalkameras auf dem Markt, mit denen man überhaupt Schwarz-Weiss fotografieren kann. Bei denen, die’s gibt, fehlt üblicherweise die Möglichkeit, mit Filtern zu arbeiten, was hier ja eine große Rolle spielt.

Ich habe meine Programmkombination für solche Aufgaben gefunden: FixFoto, zusammen mit dem ganz neu erschienenen Zusatzmodul MonochromiX, das mir all die oben angesprochenen Möglichkeiten bietet.

Die Bilder lassen sich mit MonochromiX in wirkliche optimaler Qualität auf der Basis vieler mitgelieferter Filmprofile umwandeln, mit Schwarz-Weiss-Filtern beeinflussen und als Standard-Schwarz-Weiss, auf simuliertem Chamoise-Papier oder auch getont ausgeben. FixFoto und MonochromiX sind selbstverständlich auch auf der Homepage des Programmautors erhältlich. Ich finde Programm und Zusatzmodul aber so gut, daß ich gerne ehrenhalber und unentgeltlich dafür klappern möchte.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sich- mit oder ohne oben erwähnte Software – der allgemeine Trend möglichst schnell zu mehr Qualität und Gestaltung wandeln würde. Eine höhere Wertschätzung des Hobbys Fotografie jedenfalls würde uns allen gut zu Gesicht stehen.

Ich wünsche allzeit „gut Licht“ und verabschiede mich für heute mit einer nicht ganz ernst gemeinten Emfpehlung: „Immer wenn die Sonne lacht – Blende acht!“


:: Gedanken zur digitalen Entwicklung in der Fotografie

am 09.06.2006 um 17:44 - abgelegt unter: Gedanken

Digital ist „in“, die Entwicklung schreitet in Riesenschritten voran. Ich habe den Eindruck, daß in genau so großen Schritten, wie sich Digitalknipsen aller Schattierungen auf dem Markt verbreiten, die Qualität der produzierten Bilder in den Keller geht.

Masse statt Klasse wird allenthalben produziert. Man sieht an jeder Ecke Zeitgenossen, die den Eindruck erwecken, ihre Arme seien allesamt zu kurz. Weit von sich gestreckt halten sie ihre Digitalknipsen, versuchen auf dem Briefmarkenmonitor im hellen Sonnenlicht noch irgend eine Bildinformation zu erhaschen, was meist fehlschlägt. Kost ja nix, also draufhalten und einfach drücken. Die meisten Leute sind weit entfernt von jeglicher Bildgestaltung oder Überlegungen zur Qualität ihrer Bilder.

Die Produktion wird dann im Straßencafe auf eben diesem Briefmarktenmonitor gesichtet und aussortiert. Wie man auf solch einem Monitor die Bildqualität oder sogar die Schärfe beurteilen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Wo man sich früher, im „analogen Mittelalter“ noch Gedanken um die Bildgestaltung gemacht hat – Filme und Bilder waren teuer, man hatte ein wertvolles Hobby – wird heute mehr denn je geknipst, einfach draufgehalten. Die Fotografie ist zur Wertlosigkeit verkommen und so sind auch viele im Netz präsentierten Ergebnisse dieser Knips-Orgien. Passt auch zur derzeit grassierenden „Geizgeil-Mentalität“ vieler Zeitgenossen.

Um allen Lernwilligen ein wenig zu helfen, habe ich die Bücherliste veröffentlicht, die neben Werken für’s Grundwissen eben auch zwei wertvolle Bücher zur Bildgestaltung enthält.

Bleibt mir nur noch, viel Spaß beim Schmökern und allzeit gute Bilder zu wünschen.


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