Sep 06

CopyCard und MKCanon angetestet

Lange habe ich nach einem Kopiertool gesucht, um meine Bilddaten von der Karte auf den Computer zu übertragen. Vieles habe ich probiert.

Cam4you, Cam2PC und einiges andere hatte ich in der Mache. Alles im Großen und Ganzen gut tauglich, teils mit interessanten Konzepten, wie zum Beispiel das Tool, das ich zu meiner Casio QV3000 dazu bekommen hatte.

Nichts hat mich aber wirklich befriedigt. Erst durch und über FixFoto habe ich dann Werner Pilwousek kennen gelernt, der für FixFoto zwei kostenlose Skripte entwickelt hat, die ich hier kurz vorstellen möchte:

CopyCard

CopyCard kopiert alle auf der Speicherkarte befindlichen Bilddaten auf den heimischen Rechner in einen temporären Ordner und löscht die Daten auf Wunsch anschließend auf der Karte. Nach dem Kopiervorgang kann CopyCard ein weiteres Skript aufrufen, das dann den Rest der Arbeit automatisiert übernimmt, nämlich

MKCanon, das ursprünglich für Canon-Kameras geschrieben wurde, aber inzwischen mit Digiknipsen aller Art umgehen kann. Dazu später mehr. MKCanon bekommt eine INI mitgeliefert, in der die wirklich mächtigen funktionen konfiguriert werden können. Es kann unter anderem

  • Bilder verlustfrei nach Orientation-Flag drehen
  • Daten aus den Canon Makernotes den Exifdaten hinzufügen
  • Exifdaten wie Autor und Copyright hinzufügen
  • Dateien unter Verwendung von Exif-Angaben umbenennen
  • Backups der Kamera-Originale anlegen und schreibschützen

Diese Funktionen werden automatisch auf jedes zu tranferierende Bild angewendet. Am Ende erhält man eine frei einstellbare, fertige Struktur auf der Festplatte, die je nach Wunsch auch nach Hersteller der Kamera oder nach dem Kameratyp sortiert, wenn man mehrere verschiedene Kameras des gleichen Herstellers besitzt.

So lasse ich mir für jede meiner Kameras einen Kamera-Ordner auf meiner Bilderplatte anlegen:

  • Canon
  • Ricoh
  • Casio

Diese Ordner enthalten nun wieder Tagesordner mit den entsprechenden Bildern, die mit Copyright-Informationen versehen und, wo Orientation-Flags vorhanden sind, automatisch gedreht wurden. In den einzelnen Tagesordnern bleiben die Original-Dateinamen erhalten.

Unter jedem Kameraordner liegt noch ein Ordner „Originale“ in den ich, wieder in Tagesordnern sortiert, die unangetasteten Originale speichern lasse. Diese Ordner werden automatisch gleich schreibgeschützt.

Hört sich jetzt alles furchtbar kompliziert an, ist es aber nicht. Ablauf wie folgt:

  1. Speicherkarte in den Cardreader
  2. FixFoto starten
  3. CopyCard mittels Tastenkombination aufrufen
  4. Daten von der Karte löschen lassen, oder nicht
  5. Warten bis die Bilder umbenannt und verteilt sind

Der einzige kleine Wermutstropfen ist, daß die herstellereigenen Makernotes nur von Canon Kameras verarbeitet werden können. Die Anpassung der normalen Exif-Daten und die Umbenennerei nach Hersteller und Kameratyp funktioniert aber für alle Kameras gleichermaßen gut.

Ich finde die beiden Skripte einfach nur genial. Ein Muß für jeden FixFoto-Benutzer! Welche Funktionen in diesen beiden Juwelen stecken, kann man auch im FixFoto-Forum nachlesen, wo diese Skripte auch zum Runterladen bereit liegen.

exifdaten

Außerdem findet sich eine kurze Anleitung der Konfiguration der MKCanon.ini als PDF in der FixFoto Datenschatulle. Dort ist inzwischen auch ein kleines Progrämmchen erhältlich, das das Einbinden in den Windows-Workflow erledigt, sodass bei Verbinden der Speicherkarte mit dem Computer das Einlesen und Übertragen der Bilddaten vollautomatisch startet.

Ich vergebe für diese beiden Skripte mit großer Freude:

KUNIS: von 5!

einen kunihalb[1] Kuni gäbe es noch dazu, wenn auch die Makernotes der anderen Hersteller verarbeitet werden könnten. (Ja, ich weiß, Werner ist der erste, dem ich fünfeinhalb Kunis verleihen würde.)

Ein Kommentar zu “CopyCard und MKCanon angetestet”

  1. Tim says:

    Danke für den ausführlichen Test. Die Scripte werde ich mir auf jeden Fall mal genauer ansehen.

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