Endlich „echtes“ Schwarz beim Beamer!

Es hat sehr lange gedauert, bis die Entwicklung so weit fortgeschritten war, daß mit Beamern auch bei Tageslicht wirkliches Schwarz darstellbar war. Es ist so weit, eine revolutionäre Erfindung macht das endlich möglich.

dunkelbirneAber nicht nur beim Beamer, auch in vielen anderen Anwendungsbereichen haben wir jetzt endlich den Durchbruch geschafft. Echtes Schwarz in Dunkelkammer und im privaten Bereich ist nun Wirklichkeit:

Die Dunkelbirne

Die Dunkelbirne ist ein elektronisches Gerät, das dunkel macht. In ihrem Äusseren ist sie einer gewöhnlichen Glühbirne ähnlich. Während die Glühbirne jedoch als Energiequelle betrachtet wird, muss man die Dunkelbirne als Energieloch bezeichnen.

Die Dunkelbirne sieht zwar aus wie eine Glühbirne, sie ist aber wesentlich schwerer. Eine typische 60-Watt-Birne wiegt ungefähr zwei Pfund. Statt des üblichen Glaskolbens besteht die Dunkelbirne aus Heliotex, einem besonderen metallischen Material. Heliotex wurde speziell für die Dunkelbirne entwickelt und ist für die Funktion der Birne notwendig.

Die Dunkelbirne wird in eine gewöhniche Lampenfassung geschraubt und kann mit normale Netzstrom betrieben werden. üblicherweise sind die Birnen zur leichteren Identifikation schwarz überzogen. Dunklbirnen kommen in ähnlichen Stärken wie die Glühbirnen auf den Markt. Birnen mit mehreren Röhren (s.u.) und Birnen für spezielle Zwecke sind ebenfalls erhältlich.

Das Heufeld

Anders als die einfache Glühwendel der Glühbirne ist das Innere der Dunkelbirne kompliziert und voll Elektronik. Das Herz des Geräts – eine Quarzröhre nach dem Michelson-Johnasson-Prinzip mit umgekehrter Nier-Johnson-Geometrie – wurde von Edison A. Thomas, einem Ingenieur von General Electric konstruiert (siehe >>Ein preiswerter Vernichter von Strahlungsenergie<<, Electronics, 42, Heft 7, S. 59-67, Juli 1970).

Der einzige Zweck der Röhre ist der Aufbau des Heufeldes. Die Existenz des heu’schen reversiblen elektromagnetischen Feldes (REF), wurde Ende des Jahres 1969 von R.E.F. Heu am MIT theoretisch bewiesen. Dieses unsichtbare Feld kann normale elektromagnetische Energie wie Licht vernichten, indem es diese Energie in die entgegengesezte elektromanetische Energie des Heufeldes umwandelt. Dieser Prozess der Energieumwandlung liefert auch die Energie, mit der sich das Heufeld durch die Luft fortpflanzt.

In einem Vakuum könnte sich das Heufeld unbegrenzt ausbilden. In der Luft gibt das Heufeld jedoch ständig Energie an das umgebende Medium ab und bricht zusammen. Deshalb muss die Quarzröhre das Heufeld kontinuierlich erzeugen. Auch pflanzt sich das Heufeld nicht weiter fort, wenn die Umgebung keine elektromagnetische Energie enthält, weil ja das Heufeld diese Energie nutzt, um sich selbst aufrechtzürhalten.

Das Heufeld ist einem Staubsauger analog, der elektromagnetische Energie aus der Luft saugt. man kann sich vorstellen, dass diese Energie, wie z.B. Licht, von der Dunkelheit absorbiert und dann in das Heufeld umgewandelt wird. Das Recycling der eingefangenen Lichtenergie löst nicht nur das Problem der Energieverschwendung, sondern liefert auch Energie für sinnvolle Arbeit.

Die Quarzröhre errichtet das Heufeld auf der inneren Oberfläche der Heliotexhülle. Die Eigenschaften des Heliotexmaterials bewirken, dass das Heufeld in den umgebenden Raum ausstrahlt, genau wie eine Glühbirne Licht von der Glühwendel abstrahlen würde. Die Heliotexhülle arbeitet also als Sendeantenne für das Heufeld. Die Art der Strahlung, die von der Dunkelbirne absorbiert wird, hängt von den Verunreinigungen ab, die sich in der Heliotexhülle befinden.

Diese Verunreinigungen können während der Produktion des Heliotex kontrolliert beeinflusst werden. So lassen sich Spezialbirnen, die nur eine Art elektromagnetische Energie absorbieren, leicht herstellen. Zum Beispiel ist es möglich, eine Dunkelbirne zu schaffen, die nur rotes Licht absorbiert, oder eine Birne, die ausschliesslich kosmische Strahlung vernichtet. Während des Betriebs wird die Oberfläche der Birne tatsächlich kalt, weil Wärme aus dem Heliotexmaterial verbraucht wird.

Die Dunkelbirne „saugt“ zwar Lichtenergie aus der Luft, aber sie kann nicht vollständig zwischen den einzelnen Energiearten unterscheiden. So werden immer sehr kleine Mengen anderer Energiearten aus der Nähe der Birne ebenfalls vernichtet: Die Birne wird kalt, weil sie Wärme an das Heufeld verliert. Die gewöhnliche Dunkelbirne absorbiert Licht, sie verschluckt Licht und schafft Dunkelheit in einem genauso grossen Raum und in vergleichbarem Umfang, wie eine Glühbirne derselben Wattzahl den Raum erhellen würde.

Ein phantastisches Dunkel

Die normale Dunkelbirne hat viele Einsatzmöglichkeiten. Ein kleiner Schalter macht es möglich, am Tag ohne Augenklappen zu schlafen. Photönthusiasten müssen kein Geld mehr ausgeben, um eine Dunkelkammer „lichtdicht“ zu machen. Man muss nur eine Dunkelbirne in eine Lampenfassung drehen, und schon wird jeder Raum zur Instant-Dunkelkammer. Augenärzte haben herausgefunden, dass bei Augenuntersuchungen Dunkelbirnen besonders nützlich sind. Es gibt anwendungsmöglichkeiten auf wissenschaftlichem Gebiet, wo viele Experimente nur durchgeführt werden können, wenn in der Umgebung keine andere Strahlung vorhanden ist. Die Dunkelbirne scheint auch auf Parties beliebt zu sein.

Spezialdunkelbirnen für besondere Zwecke haben weitere Anwendungsmöglichkeiten. Die spezielle Radiowellendunkelbirne absorbiert Radiowellen aus der Umgebung. Eine Verwendungsmöglichkeit liegt auf wissenschaftlichem Gebiet dort, wo bestimmte Experimente die Abschirmung dieser Wellen erfordern. Dunkelbirnen für kosmische und Röntgenstrahlung absorbieren diese beiden potentiell gefährlichen Energieartn aus der Luft, bevor sie verletzliche menschliche Wesen erreichen.

Mit dme Fortschritt der wissenschaftlichen Technologie wird vielleicht eine Spezial-Infrarot-Dunkelbirne herstellbar. Solch eine Dunkelbirne würde infrarote Strahlung (also Wärme) absorbieren. Die Erfindung dieses Typs der Dunkelbirne hätte eine tiefgreifende Auswirkung auf die moderne Gesellschaft. Kühlschränke bräuchten kein komplexes mechanisches Kühlsystem mehr – nur noch eine Infrarot-Dunkelbirne. Sonnenanbeter würden mit einer solchen Birne braun werden, ohne sich um die schädlichen Strahlen, die Sonnenbrand verurscahen, Sorgen machen zu müssen. Mit einer Dunkelbirne liessen sich ganze Klimaanlagen ersetzen.

Unglücklicherweie hat die Technologie bislang noch kinen Weg gefunden, das Einfrieren der Heliotexhülle zu verhindern. In gefrorenem Zustand jedoch kann Heliotex das Heufeld nicht aufrechterhalten. Die Dunkelbirne ist in jedem Geschäft erhältlich, das auch Glübirnen führt. Die Kosten für diesen modernen Fortschritt der Technologie sind inzwischen beträchtlich gesenkt worden, gleichwohl ist die Dunkelbirne sehr viel teurer als eine gewöhnliche Glühbirne. Sie ist aber für Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen nicht unerschwinglich. Sie wird, wie das eigene Radio, bald nicht mehr aus dem Haus wegzudenken sein.

Man darf gespannt sein, wann dieser Artikel endlich in den Läden zum Verkauf angeboten wird.

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6 Kommentare zu Endlich „echtes“ Schwarz beim Beamer!

  1. micha sagt:

    Ich kaufe ein Ä. Und dann hätt ich gern gewusst, wo ich diese Lampe erwerben kann? Und gibts die auch für Tageslichtbeleuchtung?

  2. kuni sagt:

    Welches „Ä“ hättest Du denn gerne? Und zur Frage:

    Wir sind gerade fieberhaft mit unseren Lieferanten in Verhandlungen und hoffen, daß wir ab 1.4.2009 den Exklusiv-Vertrieb in Europa bekommen werden. Also immer mal wieder unter http://www.ritter-wirsching.de bei den Neureungen reinschauen. Kann aber noch einige Monate dauern, bis die Verhandlungen wirklich zur Zufriedenheit abgeschlossen sind. Ich bitte also um Geduld!

  3. mas13 sagt:

    Geduld…, Kuni, das wird nicht das größte Problem werden. Denk doch mal nach, menno. Wie findest du das Dunkelding wieder, wenn es erst mal in Betrieb ist. Dunkel war´s, der Mond schien helle, ist nicht, Taschenlampe, auch nicht. Schon mal im Dunkeln nach dem Heufeld-Schalter gesucht. Und zumShluss wird geheu(lt) bis der Arzt kommt.

  4. Der lachende Schwiegersohn sagt:

    …endlich das „Schwarze Loch“ für’s Eigenheim…nur für mich als Energietechniker stellt sich die Frage: Was macht denn die Birne mit der großen Menge an Energie die sie aufnimmt? Energie kann gewöhnlich nicht vernichtet sondern nur umgewandelt werden?
    Wie ist eigentlich die Gravitation im Umfeld der Lampe? Wird man in einer unendlich kurzen Zeit Platt wie eine Flunder und von der Gravitation in seine Urbestandteile wie Quarks und Mesonen zerlegt?
    Ich glaube die Wirkung auf die Umwelt – besonders auf die Flugbahn der Erde um die Sonne – ist noch nicht ausreichend untersucht…oder hast Du uns elementare Infos vorenthalten?
    Albert hätte eine wahre Freude an dieser Erfindung…!

    Grüssle Matze

  5. Pingback: Gedanken oder Gemecker » Was ich am 1. April mag

  6. Juergen sagt:

    In meiner Lausbubenzeit hab ich die Einfachvariante der Dunkelbirne, damals „Schwarzlichtbirne“ genannt, gebaut. Eine durchgebrannte Gleuhbirne, 1 cm Kpferdraht (1,5mm^2) und ein Lötkolben waren dazu erforderlich. Birne eingeschraubt und zur grossen Verwunderung meines Freundes war dann alles dunkel. Sogar im Nachbarraum. Dieses vereinfachte Modell konnte allerdings systembedingt nur elektrisches Licht bekaempfen. Gegen Tagesicht war es machtlos. Musste leider auf eine kostspielige Weiterentwicklung verzichten.
    Gruss
    Juergen

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