Panodapter mit der EOS 5D und 24-105

Ich erstelle meine Panoramas schon seit längerer Zeit mit Hilfe des Nodalpunkt-Adapters „Panodapter“ von Jens Kestler. Am Anfang hatte ich Probleme mit dem Halt der Kamera, da die 5D mit dem 24-105 IS L doch ein ganz schön schwerer Kloben ist.

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Ich habe deshalb, wie im Kommentar zu einem Beitrag in der Blumenstraße einige kleine Umbauten vorgenommen, die ich hier kurz vorstellen möchte, falls jemand interessiert ist, seinen eigenen Panodapter ebenfalls nachzurüsten.

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Als erstes habe ich die Moosgummistreifen entfernt, die serienmäßig für den Halt der anmontierten Kamera sorgen sollen. Das funktioniert mit Sicherheit problemlos mit leichteren Kameras, nicht aber mit den 1,7 kg meiner 5D. Zusätzlich ist das Gerät mit ca. 11 cm Objektivdurchmesser inklusive Gegenlichtblende ganz schön ausladend. Wird die Kamera direkt auf den Panodapter geschraubt, schleift das Objektiv an der Adapterschiene. Abhilfe schaffte bei mir eine Manfrotto Stativ-Schnellkupplung, deren Fuß ich an den Panodapter montiert habe. So bekomme ich auch genügend Abstand für das Objektiv und kann sogar die Gegenlichtblende dran lassen.

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Im nebenstehenden Bild kann man erkennen, daß mit der Manfrotto-Kupplung ein guter cm Platz gewonnen werden konnte. Der Auszug des Panodapters ist so groß, daß das Objektiv trotzdem mittig über der Drehachse zu stehen kommt.

Ein weiteres Problem tauchte auf, da ich an meinem Staiv einen 3d-Neiger betreibe, mit dem es nur möglich ist, direkt am Stativ zu drehen. Das würde aber voraussetzen, daß das Stativ selbst absolut eben steht, was in der Praxis schier unmöglich zu erreichen ist. Aus diesem Grund habe ich mich für eine Novoflex-Panoramaplatte entschieden, die ich direkt unten am Panodapter angebracht habe.

panodapter05Unter der Panoramaplatte befindet sich wieder eine Manfrotto-Schnellkupplung mit der ich den Panodapter am Stativneiger befestigen kann.

panodapter03Die Panoramaplatte lässt sich nun mit dem Stativneiger perfekt horizontal ausrichten. Schade finde ich, daß die Novoflex-Panoramaplatte nicht rastet. Man sollte sich bei 360°-Panoramas also schon konzentrieren, damit die für die 24mm Brennweite nötigen 30°-Schritte auch eingehalten werden.

Der komplett aufgerüstete Panodapter findet hervorragend im oberen Teil meines Lowepro Fotorucksacks Platz. Wird er gebraucht, ist er durch die Schellkupplungen innerhalb von Sekunden am Sativ befestigt und mit der Kamera bestückt. Nach dem Ausrichten (nicht nur die Panoramplatte, auch der Panodapter sind mit Wasserwaage ausgerüstet) bin ich sofort schußbereit.

Eine Anmerkung noch: Die 5D mit dem 14-105mm bringt den Panodapter an die absolute Grenze, was den Auszug betrifft, da der Nodalpunkt bei diesem Objektiv fast ganz außen, auf Höhe des roten Rings liegt. Eigentlich müßte ich sogar noch ein Millimeterchen mehr ausfahren, habe aber in der Praxis keine negativen Erfahrungen gemacht. Auch Panos mit Objekten im Nahbereich ließen sich mit dem Panoramastudio problemlos und ohne Geisterbilder stitchen.

Insgesamt habe ich den Kauf des Panodapters absolut nie bereut und vergebe dafür:

KUNIS: von 5!

Für den 5. fehlt mir, ganz subjektiv, eine mitgelieferte Panoramaplatte und ein etwas längerer Auszug in Verbindung mit ein klein wenig dickerer Materialstärke, damit er auch mit richtig schweren Kloben bestückt werden könnte.

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