Meine neue Canon PowerShot G11

Bei Golem.de hatte ich erstmals darüber gelesen, daß Canon endlich ein Einsehen hat und in die G11 wieder einen Schwenkmonitor eingebaut, sowie dem Megapixelwahn den Rücken gekehrt hat. Hier nun ein erster Test, denn die neue Canon Powershot G11 ist da. Heute habe ich sie abgeholt. Sie soll die G10 ersetzen. Allererster Eindruck: Fühlt sich ein wenig „billiger“ an und macht nicht mehr einen ganz so soliden Eindruck, wie die G10.

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Bildqualität: Erscheint deutlich rauschärmer, als die G10. (Ich habe RAW fotografiert und ohne Rauschunterdrückung mit DCRAW entwickelt. Erste Tests bei 400 ISO zeigen sichtbar weniger Farbrauschen.

Wie’s aussieht hat Canon am CR2-Format noch was geändert. Mit den DCRAW-Einstellungen, die ich für die G10 ermittelt habe, bekomme ich bei den G11-Raws keine gleich guten Ergebnisse. Da muß ich vermutlich doch noch einiges drehen.

Wenn ich in den nächsten Tagen dazu komme, werde ich genauer testen und die beiden Modelle direkt vergleichen. Der Schwenkmonitor ist schon mal obergeil.

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Das Drehrad rechts unten ist ein ganzes Stück kleiner als bei der G10. Trotz des Schwenkmonitor-Klappmatismus ist die G11 10 Gramm leichter. (400 Gramm)

7. Oktober

So, heute habe ich noch einige Testbilder fotografiert und eben schnell noch beschnitten.

Die Vergleichsbilder der G10 finden sich im passenden Testbeitrag.

G11, 140 mm mit 100 ISO:

140mmg11

 

140 mm mit 800 ISO:

iso800g11

 

140 mm mit 1600 ISO:

iso1600g11

Die Ergebnisse werden immer unschärfer, je höher die Empfindlichkeit wird. Alle Einstellungen (Kontrast, Farbsättigung, Schärfung) habe ich wieder so moderat wie machbar eingestellt.

G11, 28 mm mit 100 ISO:

28mmg11

 

G11 mit 28 mm, Ausschnitt im oberen rechten Bildbereich:

aussen28mmg11

Alle Bilder zeigen 1:1-Ausschnitte aus dem jeweiligen Originalbild, so wie es aus der Kamera kam. Ich habe nicht geschärft und auch in der Helligkeit nix verändert. Das 1600 ISO-Bild ist ein wenig heller, weil ich hier wegen des Sonnenscheins an die Grenze der Belichtungsmöglichkeiten gekommen bin.

Für den 3200 ISO – Test habe ich noch eine andere Vergleichsaufnahme gemacht. Es handelt sich wieder um einen 1:1-Ausschnitt aus einem Bild mit 140 mm Brennweiteneinstellung:

80 ISO, JPG mit Digital Photo Professional aus einem CR2 entwickelt:

300x300bei140mm80iso

3200 ISO, wie oben erstellt:

300x300bei140mm3200iso´

Dieses Ergebnis wäre mit der G10 undenkbar gewesen. Mehr Ergebnisse und Infos folgen vielleicht, wenn ich mal Lust habe, weiter zu testen. Jetzt wird einfach mal damit fotografiert, denn ich bin wirklich begeistert von dieser Kamera. Sieht aus, als wäre Canon damit ein großer Wurf im Bereich Kompaktkameras gelungen.

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5 Kommentare zu Meine neue Canon PowerShot G11

  1. Bernhard Katein sagt:

    Hallo,
    ich bin Bernhard aus Ummendorf bei Biberach und auf der Suche nach einem Erfahrungsbericht zur Canon G11 auf deiner Seite „gelandet“.
    Mein Kompliment zu deiner schön gestalteten und ebenso gut strukturierten Seite! (hab aber noch nicht alles durchgesehen)
    Mein Hauptanliegen ist:
    Für meine Rad- und Bergtouren nutze ich seit etwa 6 Jahren eine Canon Powershot A75. Sie ist sehr ergonomisch (nicht zu klein), hat einen optischen Sucher (sehr wichtig!) und eine durchdachte Menüstruktur und logisch angeordnete Bedienelemente.
    Weniger schön sind ein paar andere Eigenschaften:
    Batterien (4 Mignon) machen sehr schnell schlapp. Nach 2 Jahren (ja – genau nach Ablauf der Garantie) ließen sich keine Akkus mehr verwenden (Aufforderung zum Batteriewechsel/Kamera stellt Betrieb ein). Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Kombination von Kälte und Höhe die selben Auswirkungen wie leere Batterien haben. Zurück im Tal ist alles wieder bestens. Auch das Bildrauschen ist jenseits von 100 ISO leider unerträglich – zumindest wenn man anderes kennt.
    Nun bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Nachfolgekamera bei der Canon Powershot G 11 gelandet. Obwohl seit fast 10 Jahren Nikonianer (F80 und D80), gefällt mir das Konzept der G11 besser als die P6000 von Nikon.

    Nun meine entscheidende Frage: Hast Du mit der G11 schon Erfahrungen unter den genannten Umweltbedingungen machen können? Denn über so was schweigen sich ja alle Tests vornehm aus.

    Auf eine freundliche Antwort freut sich
    Bernhard aus dem benachbarten Oberschwaben

  2. kuni sagt:

    Hallo Bernhard,
    Dein Problem kann natürlich viele unterschiedliche Gründe haben. Die Akkus, die von der Kamera nicht mehr akzeptiert werden, könnten alt oder durch ein „schlechtes“ Ladegerät zerstört worden sein. Da hilft eventuell, einen neuen Satz Akkus zu verwenden. AA-Akkus gibt es inzwischen ja sogar als Li-Ionen-Akku.

    Hier kommt auch nochmal ein Unterschied, was die Leistungsfähigkeit betrifft. Die ist auch von der Art der Akkus abhängig. Kamera-Akkus sind, wie bei der G11 auch, Li-Ionen-Akkus mit höherer Kapazität. Solche Akkus dürften, das ist aber eine Vermutung, bei Kälte deutlich besser abschneiden, als Standard-Ni-MH-AA-Akkus.

    Ich war mit meiner G11 leider noch nicht im Hochgebirge unterwegs, wohl aber bei Kälte unter 0° beim Fotografieren draußen. Ich hatte mit der Akkuleistung bisher noch keine Probleme. Wenn’s stark unter 0° geht, gehen alle Akkus in die Knie. Da ist es sinnvoll einen Ersatzakku voll geladen in der Hosentasche oder möglichst dicht am Körper zu tragen und gegebenenfalls gegen den abgekühlten Kamera-Akku auszutauschen, bis der auch wieder abgekühlt ist. So könntest Du Dich eventuell durchschlagen.

  3. micha sagt:

    Ich denke auch, dass die AA-Akkus kaputt sind. Evtl. nützt es was, wenn man sie mit einem elektronisch gesteuertem Ladegerät behandelt, was eine Einzelschachtüberwachung bietet und jeden Akku gezielt aufladen kann. Ansonsten hilft es gerade bei Kälte, wenn man in die Fototasche (oder dort wo die Akkus liegen) so ein Wäregelpad reinlegt und dafür sorgt, dass die Akkus nicht zu kalt werden. Letzteres geht natürlich auch für die Herstellerakkus.

    Übrigens gibt es im Panodapterblog einen interessanten Artikel über die verschiedenen Akkutypen und auch noch einen über die entsprechenden Ladegeräte.

  4. Bernhard sagt:

    Hallo kuni und micha,

    leider habe ich erst jetzt eure Beiträge gelesen. Hatte den Pfad zur Webside nicht notiert und auch keine Nachricht von
    euren Beiträgen erhalten.
    Selbstverständlich hatte ich auch einige nagelneue Akkusätze ausprobiert – vergeblich. Bin damals auch im Canon drauf
    gestoßen, dass das Problem bekannt war, aber keine Lösung dazu. Ersatzakkus in der Hosentasche waren obligatorisch.
    Aber wie gesagt: So oberhalb von 2500 m ist Feierabend bei dieser Kamera. Und da wirds oft erst interessant!
    Würd mich schon sehr interessieren, wie da die G 11 oder ihre direkten Vorgänger abschneiden.

  5. Sam sagt:

    Hallo spät aber doch. Habe die G10 seit ca. 2 Jahren und habe in der Zeit 30000 Fotos gemacht. Viel auf Wanderungen in der Bauchtasche. Bei mir Schaft die Kamera unglaubliche 3000 Fotos pro Akku. (Akku hat 5 Euro bei Ebay gekostet). Ohne Rückschau aber mit Permanenten Bildstabilisator, manuell Fokus. Auch auf 2700 m Höhe. Ein Ersatz Akku wiegt nur 50g und ist in 2 Stunden geladen. Die Kamera ist ein Traum der in Erfüllung gegangen ist. Zu minntest hab ich von so etwas schon vor 10 Jahren geträumt. Mit Tragriemen um den Nacken mit Spannung gehalten schaffe ich mit einer Sekunde Belichtungszeit noch perfekt scharfe Fotos. Ansonsten sind auf 15 Sek kein Problem wenn man die Kamera aufs Knie legt. Deshalb verwende ich meistens ISO 80. Für Snapschüsse, Sport, Kinder u.s.w. auf manuell Fokus und Belichtung stellen und Monitor einschalten. Dann kann man mit einer Spiegelreflex mithalten. 28 – 140 mm was brauch man mehr. Für Tonaufnahmen auch sehr gut geeignet. Auflösungsvermögen der Optik ist wahrscheinlich das beste was es gibt in Klasse. Das ist mir damals schon aufgefallen. Warum verwendet Canon wohl die Optik jetzt schon in der dritten Serie unverändert. Makro ist auch Super. Die schärfe der Aufnahmen ist genau so gut wie die Grossen Canons (siehe dpreview.com) nur halt mehr rauschen und weniger Farbbrillanz. Für mein Gefühl ist die Kamera mit eine 4,5 x 6 cm Mittelformat vergleichbar von der schärfe. Die Optik ist so gut man kann ohne Probleme direkt in die Sonne Fotografieren ohne störende Reflexe, so wie das Menschliche Auge halt. Negative Punkte: Objektivbeschichtung ist sehr empfindlich, Vorsicht bei Makroaufnahmen (1 cm). Das manuell Fokussieren könnte mit einem einstellring am Objektiv besser funktionieren, Autofokus und belichtungs Messung nicht so schnell wie SLR. Nur 1 Foto pro Sekunde in RAW. Es ist leider nicht möglich im manuellen Belichtungs Modus automatisch belichtungs reihen zu machen. Geht nur in der Blenden und Zeitautomatik, sehr blöd. Es gibt keinen CHDK Firmware Hack bis jetzt für die G11 schon. Ich persönlich finde 15M besser wie 10M Pixel. Bringt aber nur was, bei der richtigen Blende.
    Servus

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