Zw… auf Kreuzfahrt – 8

12. Juni 2008

Immer stramm nach Norden, so lange bis die Küste von Spitzbergen in Sicht kommt. Ein ganzer Tag und eine Nacht liegen vor uns.

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Der Tag beginnt praktisch mit dem Mitternachtsbuffet, das uns als „Buffet Magnifique“ …der ganz besondere Ausklang in Ihrem Coral Restaurant… angekündigt wurde. Nach Jan Mayen und einem Absacker-Bierchen in der Freibeuterbar bin ich mal gucken gegangen.

Vor der eigentlichen Eröffnung, zu der sich die hungrigen Gäste schon ein halbes Stündchen die Füße platt getreten hatten, durften die Fotografen rein. Nix essen, nur fotografieren!

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Als ich den lieblos hingeklatschten laxen Lachs gesehen habe, habe ich mich mit Wehmut an die letzte Mona Lisa-Reise rund um Westeuropa erinnert. Da wurde sich mit der Dekoration und mit den Speisen noch richtig Mühe gegeben. Leider ist heute davon aber überhaut nichts von Mühe zu sehen. Um den Unterschied zu zeigen, habe ich mal einige Bilder vom Buffet 2003 „reingeschmuggelt“.

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Da könnte man schon Depressionen kriegen, wenn man etwas genauer auf das heutige Buffet guckt. Ich habe keine Lust auf den zerfledderten Lachs, ziehe mich zurück. Uwe ist schon gar nicht mitgegangen. Der heutige Tag steht wieder ganz im Zeichen von Bildbearbeitung, Ausspannen und Bierchen trinken. Aber vorher wird geschlafen.

Wir haben mittlerweile sowohl für das Frühstück, als auch für das Mittagessen komplett auf’s Coral-Restaurant umgeschwenkt, weil wir es leid sind, oben auf dem Lido-Deck kalten Kaffee, Eis-Rührei und kalte Mittagsgerichte zu essen. Das liegt diesmal nicht an der Küche, da die Temperaturen jetzt deutlich fallen und man auf dem Lido-Deck mehr oder weniger im Freien sitzt. Geschätzte 5 bis 8 Grad werden durch den Fahrtwind schnell zu gefühlten Minustemperaturen. Ich packe schon mal das Stirnband und die Handschuhe aus, wenn ich an Deck gehe.

Morgens sind auch im Coral-Restaurand ständig keine O-Saft-Gläser da, Wir bestellen bei unserer Bedienung Rühreier mit Speck und kriegen welche mit Pressschinken, der so übel aussieht, daß wir ihn nicht mal zu probieren wagen. Das Früchteangebot beschränkt sich auf Melone, Melone und Melone. Bananen sind aus, genau so wie oben am Lido-Deck und ständig fehlen Brötchen. Interessant ist dabei besonders, das Schlangenverhalten zu beobachten. Man glaubt nicht, wie schnell diese von einer auf die andere Seite des Thresens wechselt, wenn mal wieder nur auf einer Seite Brötchen nachgefüllt werden. Ich stehe plötzlich ganz allein da und begnüge mich mit einem der letzten Croissants.

Abends gab’s norwegischen Lachssalat als Vorspeise – da ist wohl vom Mitternachtsbuffet was übrig geblieben? Aber das Abendessen hat heute wirklich gut geschmeckt. lachssalat und Linsensuppe waren hervorragend und auch das St.-Petersfischfilet, das ich als Hauptgang hatte, war gesalzen, gewürzt und hat gemundet. Auch Uwe, der die Rinderfiletspitzen „a la Stroganoff“ hatte, war voll des Lobes. Wir haben uns dann noch auf das Freibeuterbarabsackerbier gefreut, das uns Zdenka schon wieder eingeschenkt hatte, bevor wir richtig saßen. Danke für den Top-Service, wenn’s nur immer so gewesen wäre!

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2 Kommentare zu Zw… auf Kreuzfahrt – 8

  1. Kerstin sagt:

    Hallo Papa, der Hahn mit der Gitarre ist von der Flamenco eingeflogen, oder :-))

  2. kuni sagt:

    Hallo Kerstin,

    Du mußt auch die Texte lesen, nicht nur Bilder gucken! Aber nein, er kommt von der Mona Lisa rund um Westeuropa.

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