Fotobuch – ein Erfahrungsbericht – Teil 2

Seit der Bestellung meiner Testbücher von Sonntag Nacht sind jetzt 4 Tage vergangen. Heute, am Freitag, wurde das Buch von Fotobuch.de mit der Post geliefert. Ich bin schon wieder begeistert!

titel

Das Buch ist deutlich neutraler als das Echtfotobuch von Saal. Ein minimales Bisschen kälter, als auf dem Bildschirm, insgesamt aber neutral. Da ich aus der Fotoecke komme, kenne ich natürlich den Grund. Die Bildweißen von Fotopapier sind nie und nimmer so neutral zu bekommen, wie gestrichenes Kunstdruck-Papier, das vermutlich optische Aufheller enthält.

Nun aber zum Vergleich…

Das Farbgleichgewicht des Buches von Fotobuch.de gefällt mir im unmittelbaren Vergleich mit dem Saal-Fotobuch ein wenig besser. Schön finde ich auch die Struktur im Einband des Buches von Fotobuch.de, die das Buch insgesamt sehr hochwertig erscheinen lässt.

struktur

Die besondere Art der Eckenbindung bei Fotobuch.de vermittelt ebenfalls einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Gefahr, daß sich de Ecken vorschnell abstoßen, erscheint hier ein wenig geringer.

Durch den Digitaldruck ist die Schärfe in den Details aufgrund der Rasterung etwas geringer als beim Echtfoto-Buch, was aber nur im unmittelbaren Vergleich auffällt. Wenn man mit einer Lupe vergleicht, ist’s natürlich schon deutlich sichtbar.

Die dunklen Bildteile enthalten bei Fotobuch.de etwas weniger Detailzeichnung, Die helleren Bildteile enthalten mehr Zeichnung und einen etwas höheren Kontrast.

Man sieht das sehr gut an der letzten Seite, bei der ich eine Kartenzeichnung als Hintergrund verwendet habe:

fotobuchdesaal

In diesem Detail ist auch die deutlich höhere Kantenschärfe beim Saal-Fotobuch ganz gut zu sehen. Es handelt sich hier um einen Ausschnitt von ca. 2×1,5 cm.

  • Software zum Buch erstellen: Ausgeklügelt, mit der Möglichkeit, eigene Vorlagen zu speichern (bei meiner Art der Bucherstellung nicht zwingend nötig.
  • Hochladen: Problemlos, es wird das komplett gepackte Projekt hochgeladen
  • Gesamtgröße aller hochzuladenden Dateien: 116 MB
    Lieferung: schnell! Produktionszeit 4 Tage, am 5. Tag geliefert. (3-5 Tage waren angekündigt)
  • Zahlung: mit Lastschrifteinzug nach Lieferung
  • Preis: passt! Da hier auch 64 Seiten gehen, habe ich insgesamt 49,90 bezahlt. Wir müssen aber den Preis mit gleicher Seitenzahl vergleichen: (Gesamtpreis für ein Einzelexemplar € 54,90)
  • Qualität: Sehr gut

Bei der Software der einzelnen Hersteller kann ich natürlich nur den äußeren ersten Eindruck wiedergeben, da ich die einzelnen spezifischen Funktionen nicht nutze. Text-Editoren, etc. habe ich nicht beurteilt, weil nicht benutzt. Aber das kann ja jeder selbst ausprobieren, da die Software an sich ja kostenlos herunter geladen und genutzt werden kann.

Jetzt fehlt nur noch das Buch von Pixelspeed. Die haben am Montag schon abgebucht, aber Stand heute Mittag noch nix von sich hören lassen.

Eventuell kann ich auch noch ein Testbuch bei CeweColor machen lassen. Dessen Ergebnisse werde ich in diesem Fall dann natürlich ebenso veröffentlichen.

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5 Kommentare zu Fotobuch – ein Erfahrungsbericht – Teil 2

  1. Tobias sagt:

    Hallo,
    ich arbeite schon seit einiger Zeit mit Fotobuch.de und bin bisher immer sehr zufrieden mit dem fertigen Buch gewesen. Erwähnen möchte ich noch das man als Kunde bei Fotobuch.de sehr ernst genommen wird. So habe ich bei der Software-Entwicklung viele Ideen und Wünsche einfließen lassen, die auch umgesetzt wurden. Ich weiß nicht welche Firma zeitnah Kundenwünsche in ihre Software integriert? Fünft Sterne *****

  2. Pingback: Fotobuch – ein Erfahrungsbericht – Ergebnis » Ansichten eines Sturkopfs

  3. Phil sagt:

    Servus!

    Ich hätte mal ne Frage zu dem Workflow, welchen du bei Fotobuch.de mit der Software angewandt hast, da du ja dein Buch auch nicht in einer Fotobuch-Software gemacht hast. Hast du die fertigen Doppelseiten in 300dpi einfach Stück für Stück in die Fotobuch-Software kopiert? Oder gibts da noch ein paar Tips und Tricks, die man beachten muss?
    Ursprünglich wollte ich mein Fotobuch bei Saal bestellen, aber die bieten blos bis zu 74 Seiten an pro Buch an. Habe momentan das Problem dass ich ein Fotobuch mit über 100 Seiten zusammenbekomme, welches ich in Scribus gesetzt habe. Am allerwichtigsten ist mir die Bindung, da ich sehr viele Panoramen über zwei Seiten lege. Deshalb hat mir deine Schilderung zu der Japanischen Bindung bei Foto Saal sehr gut gefallen. Bei Pixelspeed kann ich nicht bestellen, da ich unbedingt das Format A4 Quer benutzen möchte (zwecks Panoramen usw.).

    Haben sich deine Zweifel an der Klebebindung von Fotobuch.de inzwischen bestätigt, oder ist es doch robuster als gedacht? Eignet sich diese Art der Bindung überhaupt für Bücher, die viele Bilder enthalten, welche sich über ganze Doppelseiten erstrecken?

    Würde mich sehr über eine Rückantwort freuen 😉

  4. kuni sagt:

    Hallo Phil,

    genau so, wie Du schreibst, habe ich es gemacht. Ich habe mir vorher von jedem der Hersteller möglichst genaue Pixelwerte für die Doppelseiten besorgt. Die Doppelseiten habe ich als Hintergrundbild eingefügt. Am besten gibst Du die Scribus-Doppelseiten als JPG aus und schneidest gegebenenfalls mit der Bildbearbeitung nach. Ich hab mir für FixFoto den passenden Belichter erstellt, mit dem ich schneide und mit 300 DPI skaliere. Da ich kein Querformat-Buch gemacht habe, hab ich auch keine korrekten Pixeldaten für A4 quer. Solltest Du aber aus der Software rauskriegen. Zur Not fragst Du beim Support nach.

    Der einzige Tipp, der mir einfällt: vorher korrekt schärfen und ein wenig Farbsättigung geben, dann die Optimierung abschalten.

    Saal macht Fotobücher auf echtes Fotopapier, deshalb ist die Seitenzahl begrenzt. Mach doch einfach zwei Bände. Die Bindeart von Saal ist für Doppelseitenpanos ungeschlagen. Die Bildqualität entspricht einem Echtfotopanorame gleicher Größe. Da gibt’s im Druck keine Alternative. Siehst Du ja auch an den jeweiligen Detailaufnahmen, die ich von der Bindung gemacht habe.

    Da ich das Fotobuch.de-Fotobuch nicht sehr stark beansprucht habe, kann ich darüber keine Aussage machen, glaube aber, daß die sich nicht halten könnten, wenn die Bindung über Gebühr wenig halten würde.

    Die japanische Bindung der Echtfotobücher eignet sich besser, die Fotobuch.de-Bindung lässt sich aber auch noch sehr schön aufklappen. Fadenbindung geht sehr gut zum aufklappen, es besteht aber die Gefahr, daß es in der jeweiligen Seitenmitte bei doppelseitigen Bildern leichter zu Verschiebungen kommen kann, da ja immer Bündel von mehreren Blättern mit einem Faden zusammengefasst werden.

    Am besten lässt Du Dir ein Musterbuch mit wenigen Seiten von Saal und Fotobuch.de machen und entscheidest dann, was Dir mehr zusagt. Das kostet nicht die Welt und kann eventuell Lehrgeld sparen.

  5. Phil sagt:

    Nabend Kuni,

    vielen dank für deine Tips und überhaupt find ich den ganzen Blog mit den kritischen Beiträgen spitze!
    Das mit den zwei Bänden habe ich mir auch schon überlegt, weil ich mein Layout jetzt schon an den Druck bei Saal angepasst wurde und schon 70 Seiten umfasst. Wenn ich mein Australien-Fotobuch endlich fertig habe, werde ich mich evtl. nochmal melden 😉

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