{"id":355,"date":"2008-07-06T14:01:06","date_gmt":"2008-07-06T12:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/?p=355"},"modified":"2008-07-06T17:13:13","modified_gmt":"2008-07-06T15:13:13","slug":"zw-auf-kreuzfahrt-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/zw-auf-kreuzfahrt-11.sturkopf","title":{"rendered":"Zw&#8230; auf Kreuzfahrt &#8211; 11"},"content":{"rendered":"<p><strong>15. Juni 2008<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Sparwut der Reeders sorgt bei Uwe und mir f\u00fcr einen kurzweiligen, fr\u00f6hlichen Ankunftsabend in Honngingsv\u00c3\u00a5g. Zur Erkl\u00e4rung sp\u00e4ter noch ein wenig mehr.<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/tag11-k.jpg\" alt=\"tag11-k\" width=\"306\" height=\"452\" \/><\/p>\n<p>Gestern war abends noch K\u00fcchenbesichtigung angesagt. Ich wollte die Gelegenheit beim Schopfe packen, und dem K\u00fcchenchef die Meinung geigen. Diese Idee scheinen doch noch einige mehr gehabt zu haben, denn die Schlange, die sich vor dem K\u00fccheneingang bildete, schien endlos zu sein.<\/p>\n<p>Leider (oder Gott sei Dank?) habe ich von der K\u00fcche selbst nicht all zu viel sehen k\u00f6nnen. Die Sp\u00fclk\u00fcche lag komplett im Dunkeln und die armen Philippinos waren an ihrem Arbeitsplatz eher schemenhaft zu erkennen. Ich vermute mal, dort hat&#8217;s am schlimmsten ausgesehen und man wollte dem Publikum den Anblick ersparen. An der Ecke der Anrichte empfing mich Georgana, der &#8222;Tiger&#8220;, unsere Tischbedienung und sorgte daf\u00fcr, da\u00df ich mit Teller und Besteck ausgestattet, die H\u00e4ppchen nehmen konnte, die den Schaulustigen angeboten wurden. Ein harter Job, wenn man bedenkt, da\u00df Georgana heute morgen beim Fr\u00fchst\u00fcck, mittags im Restaurant und abends in zwei Tischzeiten f\u00fcr die G\u00e4stebedienung und f\u00fcr&#8217;s jeweilige neu Eindecken der Tische gesorgt hatte. Morgen fr\u00fch w\u00fcrde ich sie bem Fr\u00fchst\u00fcck ab 6:30 wieder im Dienst sehen.<\/p>\n<p>Husch husch, wurden wir mit diversen k\u00f6stlichen Kleinigkeiten versorgt und durch den Gang geschleust. Der K\u00fcchenchef war nicht zu sehen und der Chef-Eink\u00e4ufer von Mitreisenden belagert. Keine Chance f\u00fcr mich, mal meinen Frust \u00fcber die unterdurchschnittliche K\u00fcche los zu werden. Die H\u00e4ppchen und die Nachspeise, gebratene Ananas mit Vanille-Eis waren jedenfalls hervorragend.<\/p>\n<p>Den heutigen Seetag haben Uwe und ich wieder f\u00fcr die Bildbearbeitung genutzt, f\u00fcr die wir uns, wie immer in die Bibliothek zur\u00fcckgezogen hatten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/t11-1.jpg\" alt=\"t11-1\" width=\"452\" height=\"343\" \/><\/p>\n<p>In der angrenzenden Pianobar sorgte die Pianistin f\u00fcr musikalische Untermalung unserer Arbeit, wie immer waren Scott Joplins Ragtime-St\u00fccke mit galoppierender Geschwindigkeit dargeboten und die Klimaanlage lief wieder auf Hochtouren. Wir kamen gut voran, sowohl mit der Bildbearbeitung, als auch auf der Route nach Norwegen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/t11-2.jpg\" alt=\"t11-2\" width=\"452\" height=\"306\" \/><\/p>\n<p>Gegen 18 Uhr war dann die norwegische K\u00fcste in Sicht und wir schipperten auf der Seeseite am Nordkap vorbei, das auf dem obigen Bild noch im Hintergrund zu sehen ist. Das Wetter war durchwachsen, allerdings schien es zunehmend aufzuklaren.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/t11-3.jpg\" alt=\"t11-3\" width=\"306\" height=\"452\" \/><\/p>\n<p>Gute Aussichten also, f\u00fcr den Nordkap-Besuch. Gegen 22 Uhr sollten wir an der Pier festmachen. Pustekuchen! In der Bucht von Honningsv\u00c3\u00a5g rasselten die Ankerketten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/t11-4.jpg\" alt=\"t11-4\" width=\"452\" height=\"306\" \/><\/p>\n<p>Oben abgebildeter Kollege sollte angeblich zusammen mit den (nicht vorhandenen &#8211; ich hatte den befeuchteten Mittelfinger hoch gestreckt) schlechten Windverh\u00e4ltnissen verantwortlich daf\u00fcr sein, da\u00df wir nicht an der Pier festmachen konnten. Es w\u00fcrden 10 Meter Platz fehlen, hatte man uns gesagt. Einige Mitreisende vertraten eher die Meinung, da\u00df hier die angeblich sehr teuren Liegegeb\u00fchren gespart werden sollten.<\/p>\n<p>Obwohl ein Raunen von Unmuts\u00e4u\u00dferungen durch&#8217;s Schiff zog, haben Uwe und ich es gelassen genommen. An Deck verfolgten wir das Klarmachen der Tenderboote und haben wohl wissend, da\u00df &#8222;Nummer 5 lebt&#8220;, den Titel f\u00fcr diesen Tag sehen und fotografieren k\u00f6nnen. Es ist schon lustig, wenn man verfolgen kann, wie sich manch einer echauffiert, obwohl das Tendern reibungslos \u00fcber die B\u00fchne geht. Nur Nummer 4 hat uns ein wenig Sorgen gemacht, tat aber anschlie\u00dfend klaglos seinen (stinkenden) Dienst.<\/p>\n<p>Da wir relativ fr\u00fch ankamen, waren wir uns sicher, da\u00df wir auf jeden Fall noch vor Mitternacht bis zum Nordkap vordringen w\u00fcrden, obwohl der einzige Verz\u00f6gerungsfaktor, der obligatorische Touristensame auf dem Weg zum Kap noch vor uns lag. Uwe und ich sind w\u00e4hrend der 20 Minuten Aufenthalt im Bus geblieben und haben die anderen ran gelassen, sich mit Same und Rentier fotografieren zu lassen und wunderbare Souvenirs zu kaufen.<\/p>\n<p>Rechtzeitig, ein ganzes St\u00fcck vor Mitternacht erreichten wir dann das Nordkap.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/t11-5.jpg\" alt=\"t11-5\" width=\"452\" height=\"306\" \/><\/p>\n<p>Auf meiner Reise 2001 hatte ich das Gl\u00fcck, strahlend blauen Himmel mit Mitternachtssonne genie\u00dfen zu d\u00fcrfen, heute war die Lichtstimmung anders. Nur die Strahlen der Mitternachtssonne waren zu sehen, was f\u00fcr eine sehr sch\u00f6ne Lichtstimmung sorgte. Die Szenerie stellte sich in Wirklichkeit deutlich heller dar, allerdings w\u00e4re dann auf dem Bild die Lichtstimmung fl\u00f6ten gegangen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/t11-6.jpg\" alt=\"t11-6\" width=\"452\" height=\"306\" \/><\/p>\n<p>Schnell noch einen Blick auf die eigentlich n\u00f6rdlichste Stelle Europas riskiert, es handelt sich um die weitaus weniger spektakul\u00e4re Landzunge am oberen Bildrand, und schon war&#8217;s Mitternacht. Ein Mitreisender hat diesen Zeitpunkt, zusammen mit seinen Lieben auf dem Weltkugelpodest, mit seiner Handykamera f\u00fcr die Ewigkeit festgehalten.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.die-ritters.de\/blog\/wp-content\/uploads\/t11-7.jpg\" alt=\"t11-7\" width=\"306\" height=\"452\" \/><\/p>\n<p>Nicht ohne sich vor der eigentlichen Aufnahme aufkl\u00e4ren lassen zu m\u00fcssern, da\u00df er das Handy lieber umdrehen sollte, damit er nicht seine eigenen Ohren fotografieren w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15. Juni 2008 Die Sparwut der Reeders sorgt bei Uwe und mir f\u00fcr einen kurzweiligen, fr\u00f6hlichen Ankunftsabend in Honngingsv\u00c3\u00a5g. Zur Erkl\u00e4rung sp\u00e4ter noch ein wenig mehr. Gestern war abends noch K\u00fcchenbesichtigung angesagt. 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