:: Hilfe, ich muß eine Gruppenaufnahme machen…

Bei Hochzeiten und anderen Gelegenheiten wird man als engagierter Hobbyfotograf immer wieder darauf angesprochen, doch mal ein paar schöne Gruppenaufnahmen zu machen. Manchmal wundert man sich, wieso die Profifotografen das so gut hin bekommen. Mit ein paar Tricks ist alles viel einfacher, als es am Anfang scheint:
Wenn eine Gruppenaufnahme gemacht werden soll, mußt Du vorher abklären wo die Menge von Leuten aufgestellt werden kann. (Eine Treppe, ein Abhang im Garten… zur Not tun’s zwei Bierbänke und ein Biertisch, so kriegst Du 4 Reihen (Tisch/Bank/Stehend/Sitzend) – bitte das Vorhandensein vorher abklären, falls nötig.
Bei der Guppenaufnahme mußt Du der uneingeschränkte Chef sein. Wenn die Leute nicht folgen, darfst Du ruhig etwas lauter werden. Du mußt alle auf Dich konzentrieren, nur so schauen alle in die Kamera und lächeln auf Dein kommando “Spaghettiiiiiiiii”.
Stelle die Gruppe bewußt auf. Schick ruhig die Großen nach hinten, die kleinen nach vorne. Ganz vorne stehen die Kinder. Pass auf daß die Reihen versetzt stehen, sodaß Du von der Kamera aus komplette Köpfe siehst. Wenn Du vorne eine Sitzreihe machst, achte drauf daß die Beine zusammen sind und in die gleiche Richtung zeigen.
Noch ein paar weitere Gruppenaufnahmen-Tipps:
- Der Fotograf ist die Hauptperson und lenkt alle Aufmerksamkeit auf sich. Stoerenfriede werden weggeschickt oder stellen sich so schraeg hinter die Objekte, dass sie von denen nicht mehr gesehen werden.
- Aufhellblitze sind mindestens 2 Blenden schwaecher, besser nimmt man Aufhellschirme/Styroporplatten.
- Auf den Fotograf, und einzig auf ihn ist alle Aufmerksamkeit gerichtet! Also, alles schaut in die Kamera und ruft auf Kommando „Spaghettiiiii“!
- Die jeweils aeusseren Personen sind der Gruppe zugewandt.
- Wohlbeleibte Personen (so wie ich auch eine bin) werden schraeg gedreht und eventuell der Bauch hinter der Person daneben ein wenig versteckt. Runde Gesichter werden durch schraege Stellung auch etwas schmaler. Dicke Haelse koennen bei Frauen meist ein wenig durch ein seidenes Halstuch drappiert werden, Maenner haben da schlechte Karten. Fuer die Fotografie hilft auch ein recht kraeftiges Rouge, um ein weibliches Gesicht etwas schmaler erscheinen zu lassen.
- auch wenn die Frau in Wirklichkeit groesser ist, als der Mann, ist sie auf Fotos hoechstens gleich gross oder ein wenig kleiner als der Mann.
- Hab Selbstbewusstsein! Du bist der Chef und alle haben sich nach Dir zu richten. Und wenn Du sagst, „Herschauen und laecheln!“ dann haben das verdammt nochmal alle zu befolgen.
Wer beim Fotografieren in die Kamera schaut, der sieht hinterher den Betrachter des Bildes an und das ist das allerwichtigste Kriterium.
Gerade die engagierten Hobbyfotografen werden oft von Freunden und Verwandtschaft gebeten eine Hochzeit fotografisch zu dokumentieren. Hat man nicht all zu viel Erfahrung mit solchen Situationen, macht sich oft Hilflosigkeit breit. Dem möchte ich mit ein paar gut gemeinten Tipps entgtegenwirken. Scheu und Angst vor der Aufgabe sind unbegründet, wenn man sich ein wenig auf die Situation vorbereitet:
Für Aufnahmen in der Kirche solltest Du Dich unbedingt vorher mit dem Pfarrer absprechen. Meist gibt es Situationen, in denen nicht fotografiert werden sollte. Auch solltest Du mit dem Pfarrer abklären, ob Du während der Zeremonie vor/hinter dem Altar die Seiten wechseln darfst.