:: Bilder formatfüllend ausbelichten lassen?

am 09.09.2006 um 19:34 - abgelegt unter: Tipps 'n FAQs

FRAGE:
Ich möchte bei meinem Labor Dateien ausbelichten lassen, die eine exakte, vorbestimmte Größe haben sollen, ohne daß Bildteile abgeschnitten werden. Was muß ich beachten?
ANTWORT:
Um ein vor berechnetes Ergebnis zu erhalten, müssen Sie mit dem Labor vorab folgende Punkte klären:

  • Mit welcher exakten Auflösung arbeitet der Printer
  • Wieviel überstehender Rand ist aus technischen Gründen nötig

erst wenn diese Punkte geklärt sind, können exakte Berechnungen angestellt werden. Dabei ist auch zu beachten, daß die exakten Bildformate Inch-Maße sind.

DIE EXAKTEN BILDGRÖSSEN
Man sagt Bildgröße in Inch Bildgröße in cm Pixel bei
300 DPI Auflösung
9×13 3,5 x 5 89×127 mm 1050×1500
10×15 4 x 6 102×152 mm 1200×1800
13×18 5 x 7 127×178 mm 1500×2100
15×20 6 x 8 152×203 mm 1800×2400
20×30 8 x 12 203×305 mm 2400×3600
25×38 10 x 15 254×381 mm 3000×4500
30×45 12 x 18 305×457 mm 3600×5400
50×75 20 x 30 508×762 mm 5080×7620 (254 DPI)

Hier eine Berechnung anhand eines Beispiels:

Die Maschine belichtet mit 300 DPI und benötigt 2mm Überstand. Es soll ein formatfüllendes Bild in 20x30cm belichtet werden.

Umrechnungsfaktor cm in Inch : cm / 2,54 = Inch

Höhe = 20,3 cm = 8 Inch x 300 (Auflösung in DPI) = 2400 Pixel
Breite = 30,5 cm = 12 Inch x 300 (Auflösung in DPI) = 3600 Pixel

Dazu kommt der Überstand von 0,2 cm = 0,0787 Inch x 300 (Auflösung in DPI) = 23,6 x 2 Seiten = aufgerundete 48 Pixel. Dieser Überstand ist in der Praxis nötig um zu vermeiden, daß durch Schwankungen in Transportlänge und Papierführung unschöne weiße Ränder entstehen. Die exakte Dateigröße, die vom Labor 1:1 belichtet werden müßte, wäre also in unserem Beispiel 2448 x 3648 Pixel.

Soll die komplette Datei ohne Randabschnitt abgebildet werden, wählen Sie einfach die nächst größere Papiergröße und lassen darauf die komplette Datei mittig 1:1 belichten. Später können Sie dann selbst zu Hause exakt so schneiden, wie Sie wollen.

ffbelichterfaq

Ich habe einen kleinen Workshop, die FixFoto Belichter-FAQ als PDF-Dokument verfasst, in dem viele weitere Informationen zum Thema enthalten sind. Der Workshop ist zwar auf das Bildbearbeitungsprogramm FixFoto bezogen, enthält aber auch viele Infos, die mit anderen Bildbearbeitungsprogrammen ebenfalls umsetzbar sind.

Ich hoffe, damit dem Einen oder Anderen ein wenig mehr Klarheit über das Thema verschafft zu haben und wünsche viel Erfolg beim Vorbereiten der eigenen Bilder zum Ausbelichten. Warum ich das so wichtig finde, habe ich auch in einem anderen Beitrag hier versucht zu erklären.

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:: Welche Bildbearbeitung zum Vorbereiten zum Ausbelichten

am 08.09.2006 um 20:06 - abgelegt unter: Tipps 'n FAQs

FRAGE:

Wie kann ich meine Bilder optimal zum Ausbelichten vorbereiten? Welche Bildbearbeitungsprogramme kann ich dazu benutzen?

ANTWORT:

Selbstverständlich sorgt das jeweilige Labor dafür, daß auch aus Dateien, die nicht exakten Vorgaben entsprechen, gute Bilder werden. Ihr Labor wird üblicherweise auch eine Bildverbesserung vornehmen, wenn Sie das wünschen und bei den Bemerkungen eintragen. In diesem Fall genügt es, wenn Sie sich in etwa an die im Punkt Welche Auflösung für welches Bildformat? beschriebenen Vorgaben halten.

Möchten Sie selbst bestimmen, können prinzipiell alle Arten von Bildbearbeitungsprogrammen zur Vorbereitung der Dateien dienen. Die Palette reicht vom Freeware-Bildbetrachter IrfanView über Programme wie Photoshop, Paintshop Pro, PicturePublisher, PhotoPaint, etc. bis hin zu FixFoto.(*)

Fixfoto bietet hier eine Besonderheit, die man in vielen anderen Bildbearbeitungsprogrammen vergeblich sucht. In dieses Programm lassen sich sogenannte Belichter-Profile einbinden, in denen Bildgrößen- und Auflösungsdaten eines Labors hinterlegt werden können. Hat man das für sein Labor individuelle Profil in FixFoto eingebunden, kann am Ende der Bearbeitung mit wenigen Mausklicks der Bildausschnitt im korrekten Seitenverhältnis und in der optimalen Auflösung gewählt und das automatisch fertig skalierte Ergebnis in einem definierten Ordner gespeichert werden, der dann alle Dateien einer bestimmten Größe enthält.

Die Dateien dieses Ordners können dann jeweils mit den angebotenen Möglichkeiten zum Labor hochgeladen werden.

Arbeiten Sie bereits mit Fixfoto? Dann können Sie sich ein Beispielprofil herunterladen, das die Standard-Daten für die gängigen Bildgrößen in der vielfach verwendeten Auflösung von 300 DPI enthält.

Beim Einbinden der Profile hilft mein kleiner Workshop, den Sie sich als PDF-Dokument herunterladen können. Falls Sie sich näher für FixFoto interessieren, surfen Sie einfach zur Homepage des Autors oder laden Sie sich die Testversion aus dem Supportforum herunter. Zum Vorbereiten von Bildern zum Ausbelichten unter Zuhilfenahme von FixFoto habe ich eine FAQ erstellt, die ausführlicher über die Zusammenhänge informieren soll.

Fragen Sie in Ihrem Labor nach einem passenden Belichterprofil für FixFoto. Falls Ihr Labor kein solches Profil bietet und Sie mit unserem Workshop nicht weiter kommen, wenden Sie sich einfach per Kontaktformular meiner privaten Homepage an mich. Ich helfe Ihnen gerne weiter, soweit es in meiner Macht steht.


:: Mach Dir ein Bild!

am 17.06.2006 um 00:29 - abgelegt unter: Gedanken

blogbildErinnerst Du Dich noch? – so beginnen viele Gespräche beim gemeinsamen Blättern in Fotoalben. Und schon nach wenigen Minuten kann in Erinnerungen geschwelgt, erzählt, diskutiert, gemeinsam gelacht und manchmal vielleicht auch geweint werden. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, heißt es.

Nur, werden wir in 10 Jahren diese Frage noch stellen können? Haben wir uns im digitalen Zeitalter diese Art der Kommunikation nicht längst verbaut?

Wir fotografieren wie wild, tausende von Dateien werden gemacht, gesichtet, gespeichert und oft auch vorschnell verworfen. Ich sage bewußt “Dateien”, nicht “Bilder”, denn wir produzieren nur Bits und Bytes, die dann auf irgendeiner Festplatte vor sich hin schimmeln oder auf eine CD, oder noch schlimmer, auf eine DVD “gesichert” werden.

Keiner denkt daran, daß Bits und Bytes vergänglicher sind, als wir glauben. Viele CDs werden nach 5 bis 6 Jahren nicht mehr lesbar sein, eventuell gibt’s gar keine Laufwerke mehr, die diese dann mittelalterlichen Datenträger lesen können. (Versuch mal Daten von einer 8″-Diskette zu lesen!) DVDs sind noch empfindlicher, halten noch weniger lang und steigen oft schon bei veränderter Luftfeuchtigkeit aus, wenn sie zum Beispiel mit einem schönen, selbst gedruckten Label versehen sind.

“Aber ich hab doch eine doppelte Sicherung auf Platte…” höre ich (mich) da sagen. Klar, ich war mir bis heute morgen auch sicher, daß ich alles perfekt im Griff haben würde. Ich hab externe Festplatte, ich hab DVDs, hab CDs… …da kann doch nix passieren! – Pustekuchen!

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