Mai 15

Fotobuch – ein Erfahrungsbericht – Teil 3

Heute kam, schon fast nicht mehr erwartet, das Buch, das ich bei Pixelspeed in Auftrag gegeben hatte. Es ist zum Mäuse melken, aber ich glaube fast, ich muß meine ganzen Vorbereitungen für die Kleinserie nochmal über den Haufen werfen, die ich für das Buch von Fotobuch.de bereits getroffen hatte.

Das Pixelspeed Fotobuch Linum war das einzige, das ich wattiert bestellt hatte. Man kann darüber bestimmt geteilter Meinung sein, aber ab einer gewissen Buchdicke wirkt das durchaus aufwertend auf den Gesamteindruck. Dieses Fotobuch ist übrigens auch das einzige der drei Kandidaten, das mit Fadenbindung gebunden ist.

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Der Eindruck von der Bindequalität ist ein wenig durchwachsen, darüber aber später mehr. Was mich beim Pixelspeed-Buch vor allem beeindruckt hat, ist die ausgesprochen gute Druckqualität und die ziemlich perfekte Farbpräzision.

Im unmittelbaren Vergleich fällt das Buch von Fotobuch.de, das ich eigentlich schon zum Favoriten für die Digitaldruck-Ausgabe erklärt hatte, stark ab.

Bei Pixelspeed ist das Farbgleichgewicht am besten, das Papier macht einen sehr, sehr hochwertigen Eindruck. Es wurde auf glänzendem, schweren Kunstdruckpapier gedruckt. Die Farben sind brillant und die Schärfe makellos. Das Prinzip der Fadenbindung verspricht lange Haltbarkeit.

Was mich ärgert, ist die relativ lange Lieferzeit, wobei das Geld schon vor Produktionsbeginn bereits vom Konto runter gebucht wurde. Die Lieferzeit wird damit erklärt, daß diese Buchausführung nur einmal wöchentlich gedruckt und anschließend zum Binden außer Haus gegeben wird. Der Druck erfolgt immer Mittwochs und der Versand erfolgt nach einer Woche am Donnerstag. Das steht explizit auf der Homepage der Firma, ich hatte es aber beim Bestellen nicht beachtet, da ich früher schon das eine oder andere Mal Fotohefte bestellt hatte und die schon am Tag nach der Bestellung versandfertig gemeldet und verschickt wurden.

Ob die Fadenbindung auch wirklich besser hält, als die Klebebindung der anderen Kandidaten, kann ich natürlich noch nicht beurteilen.

Mir ist aber aufgefallen, daß die Ausführung der Bindung leider nicht 100%ig ist. Bei Bildern, deren Breite über die Doppelseite geht, habe am Bund leider Blitzer (in der Seitenmitte einen schmalen weißen Streifen). An anderer Stelle kommt das Bild der zweiten Blatthälfte 1 mm durch. Die Blätter sind also nicht akkurat mittig gefalzt. Da hat der Handwerker leider ein wenig geschlampt.

  • Software zum Buch erstellen: Gut, mit der Möglichkeit, eigene Vorlagen zu speichern (bei meiner Art der Bucherstellung nicht zwingend nötig). Platzhalter scheinen nicht drehbar zu sein
    (Asche auf mein Haupt und großer Dank an Uwe, der mich darauf hingewiesen hat, daß die Platzhalter natürlich drehbar sind!)
  • Hochladen: Problemlos, es wird das komplett gepackte Projekt hochgeladen
    Gesamtgröße aller hochzuladenden Dateien: 120 MB
    Lieferung: Produktionszeit mindestens 8-10 Tage, ist aber auf der Homepage angekündigt. Trotzdem relativ lang, finde ich.
  • Zahlung: mit Lastschrifteinzug, Das Geld wird sofort nach der Bestellung abgebucht
  • Preis: günstig. Der Normalpreis wäre € 43,90. Da hier auch 64 Seiten gehen und derzeit eine Rabattaktion läuft, habe ich insgesamt 40,62 bezahlt. Die Wattierung, die normalerweise 2 € Aufpreis kostet, wurde nicht berechnet. Wir müssen aber den Preis mit gleicher Seitenzahl und ohne Rabattaktion vergleichen: (Gesamtpreis für ein Einzelexemplar – ohne Wattierung – € 51,80)
  • Bindequalität: mittelmäßig
  • Druckqualität: hervorragend

Die Druckqualität hat mich so überzeugt, daß ich mich entschlossen habe, den Satz des meines Antarktis-Buches nochmal exakt auf dieses Fotobuch anzupassen und meine Kleinserie bei Pixelspeed drucken zu lassen. Dafür nehme ich dann auch die mittelmäßige Qualität der Bindearbeiten in Kauf. Auch in Zukunft werde ich wohl weiter bei Pixelspeed drucken lassen.

Ich muß übringes deshalb nochmal umgestalten, weil das Fotobuch Linum größer ist, als alle anderen Testkandidaten. Die Innenseiten haben ein Nettomass von 20,5 x 28,5 cm.

Nachtrag vom 29.05.2009:

Heute kam das Buch von Pixelspeed, das ich mit dem Layouter nochmal total neu gesetzt hatte. Dank präziser Größenanpassung meinerseits ist jetzt auch die Bindequalität einwandfrei. Hier gibt es nun absolut nichts mehr zu bemängeln, weder bei Bildqualität, Farbgleichgewicht und Schärfe, noch bei der Bindung. Alles picobello!

Pixelspeed ist übrigens auch der einzige Anbieter, der einen professionellen PDF-Druckdienst bietet. Genaue Angaben über Seitenanordnung und Beschnittzugaben, sowie Joboptions sorgen für problemloses Layouten und Erstellen des Druck-PDFs. Die Dokumentation dieser Details verdient einen Sonderpluspunkt.

6 Kommentare zu “Fotobuch – ein Erfahrungsbericht – Teil 3”

  1. rupie says:

    Ich will auch sehen! Ist halt schade, dass die solange fürs A4-Buch brauchen, wo doch die kleinen in der normalen Produktionszeit geliefert werden. Übrigens, die Platzhalter lassen sich in der Gestaltungssoftware frei drehen, Du kannst sogar die Gradzahl selbst einstellen und ohne Schieberegler arbeiten.
    Bis demnächst zum Fotobuch gucken.

  2. Laban says:

    Hallo,

    es wäre noch zu erwähnen, dass sich bei Pixelspeed die Fotobücher personalisieren lassen. So kann Oma Elfriede ander Komentare usw. als Tante Erna lesen.

  3. Bommel says:

    Dass der Uload der CeWe Bücher nicht möglich sein soll, stimmt aber nicht. Das hatte hier schon vor Jahren bei unserem ersten CeWe Fotobuch auf Anhieb geklappt, auch vor einigen Wochen (letzter Auftrag), bei Freunden Anfang dieser Woche ebenfalls, übrigens auch bei mehreren verschiedenen Händlern. Diesen stellt CeWe übrigens die gleiche Software zur Verfügung, die sich nur durch das Branding des Händlers und dessen Preise unterscheidet. Der Upload erfolgt dann direkt zu CeWe, dort auch die Auslieferung, entweder zum Kunden oder Händler.

  4. Fotobuch – ein Erfahrungsbericht – Ergebnis » Ansichten eines Sturkopfs says:

    [...] und bewertet habe ich die Fotobücher von Saal-Fotobuch, Fotobuch.de, Pixelspeed und CeWe-Fotobuch. Das Ergebnis ist selbstverständlich subjektiv. Ein anderer Betrachter [...]

  5. Thomas says:

    Schade, dass die letzte Inhaltsseite bei Pixelspeed einen Barcode und die Pixelspeed-Werbe-URL (nicht bei Fotobuch Linum) enthält.

  6. kuni says:

    “… Ausnahmen sind ‘Fotoalbum’, ‘Fotobuch Speed’ und ‘Fotobuch Linum’, bei diesen Produkten wird lediglich der Barcode gedruckt.” Allerdings muß ich Dir zustimmen. Das war bei CeWe mein größter Kritikpunkt, wobei die’s mit gleich 3 Werbelogos maßlos übertreiben. Ich habe bei Pixelspeed bisher lediglich Linums machen lassen. Wäre dort ebenfalls ein Werbelogo oder eine Werbe-URL, würde ich darauf verzichten. Und den Vorschlag, für 100 € die Pixelspeed-Werbung in eine eigene URL umzuwandeln, finde ich ehrlich gesagt ziemlich frech. Wenn ich eigene Werbung im Buch haben will, gestalte ich die und lasse sie sowieso mit drucken.

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