:: Sex sells…

am 03.08.2006 um 23:55 - abgelegt unter: Gedanken

…scheinen sich viele Macher von Fotozeitschriften zu denken. Einer der Gründe, (neben diesem neuen, unkommoden Format), aus dem ich das Abo der PHOTOGRAPHIE letztendlich gekündigt habe. Nix gegen nackte Haut und Abbildungen schöner Frauen, aber ich hab den Eindruck, daß eben diese Abbildungen, als Aufreißer gedacht (siehe Titel), nicht nur in letzter Zeit permanent die Titelseiten zieren, sondern sich auch im Inneren der Zeitschrift breit machen. So breit, daß für wirkliche Information und die Vermittlung von fotografischem Wissen fast kein Platz mehr bleibt.

Selbst als Mensch mit vielleicht nur mittelmäßigem Ästethik-Gefühl habe ich mich in letzter Zeit ob der teils ätzenden, oft platten Aktbilder immer öfter mit Grausen abwenden müssen.

d-pixxDie gute Nachricht für alle, die auch so denken wie ich: ich habe eine relativ “tittenfreie”, dadurch? aber um so informativere Alternative gefunden, die “d-pixx”

Sie wird vom Verlagsbüro Herbert Kaspar herausgegeben und trägt den bezeichnenden Untertitel “Digitalfotografie in der Praxis”.

Endlich mal wieder eine Zeitschrift, die zeigt und erklärt wie’s geht. Ein, wie ich denke, wichtiges Anliegen, wo doch eine neue Generation von Fotofreunden nachwächst, der häufig die fotografischen Grundlagen und Sichtweisen ein wenig zu fehlen scheinen.

Klar, wo von Handy-Herstellern und Klingelton-Abzockern überall die Mähr verbreitet wird, die Fotografie wäre tot und alles noch fotografische auf der Welt wäre das Handybild, darf sich niemand wundern, daß die Qualität der produzierten Bilder immer mieser zu werden scheint und sich die Anwender immer weniger mit den Grundlagen der Fotografie und der Gestaltung beschäftigen.

In der d-pixx kann man nachlesen, wie die Technik funktioniert – immer mit der Basis von fotografischem Grund- und oft auch profundem Hintergrundwissen. Man kann Fotoprofis und Berufsfotografen über die Schulter schauen und von ihnen für die eigene Fotopraxis lernen. Es werden immer wieder Einblicke in die Arbeit von zum Beispiel Werbe-, Luftbild-, Unterwasserfotografen gegeben und über deren Arbeit berichtet.

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:: Der gute Kauf im Internet…

am 21.06.2006 um 19:29 - abgelegt unter: Gedanken

…oder warum doch nicht alles Gold ist, was glänzt!

Vor mittlerweile deutlich mehr als einem Jahr habe ich mir eine Ricoh Caplio R2 gekauft, weil ich eine digitale Sucherkamera wollte, die überall dabei sein und im Weitwinkelbereich einsetzbar sein sollte.

logo-pfohlIch hatte mich damals bei meinem Händler um die Ecke – Photo Pfohl im Kemptener Fenepark – beraten lassen. Nicht wie vielleicht viele andere, habe ich dann trotz durchaus respektablem Preisunterschied im Vergleich zu den Internet-Angeboten auch bei Photo Pfohl bestellt. Er hat mir noch eine Kingston-Speicherkarte zu einem Super-Sonderpreis dazuverkauft und mir einen Gutschein für 10 Freibilder auf echtes Fotopapier mitgegeben.

Vor etwa drei Wochen dann habe ich mal wieder ein paar Bilder aus der Ricoh bei ihm ausbelichten lassen. Er kam mit den ausbelichteten Bildern und sagte mir, daß er sich relativ sicher wäre, daß die Kamera schon schärfere Bilder gemacht hätte und daß er von vergleichbaren Ricoh-Kameras bessere Ergebnisse gewöhnt wäre.

Ohne von mir irgendeinen Kaufnachweis abzuverlangen – er wußte noch genau, daß ich die Kamera einstmals bei ihm gekauft hatte – bot er mir spontan an, sofort für mich aktiv zu werden.

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:: Mach Dir ein Bild!

am 17.06.2006 um 00:29 - abgelegt unter: Gedanken

blogbildErinnerst Du Dich noch? – so beginnen viele Gespräche beim gemeinsamen Blättern in Fotoalben. Und schon nach wenigen Minuten kann in Erinnerungen geschwelgt, erzählt, diskutiert, gemeinsam gelacht und manchmal vielleicht auch geweint werden. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, heißt es.

Nur, werden wir in 10 Jahren diese Frage noch stellen können? Haben wir uns im digitalen Zeitalter diese Art der Kommunikation nicht längst verbaut?

Wir fotografieren wie wild, tausende von Dateien werden gemacht, gesichtet, gespeichert und oft auch vorschnell verworfen. Ich sage bewußt “Dateien”, nicht “Bilder”, denn wir produzieren nur Bits und Bytes, die dann auf irgendeiner Festplatte vor sich hin schimmeln oder auf eine CD, oder noch schlimmer, auf eine DVD “gesichert” werden.

Keiner denkt daran, daß Bits und Bytes vergänglicher sind, als wir glauben. Viele CDs werden nach 5 bis 6 Jahren nicht mehr lesbar sein, eventuell gibt’s gar keine Laufwerke mehr, die diese dann mittelalterlichen Datenträger lesen können. (Versuch mal Daten von einer 8″-Diskette zu lesen!) DVDs sind noch empfindlicher, halten noch weniger lang und steigen oft schon bei veränderter Luftfeuchtigkeit aus, wenn sie zum Beispiel mit einem schönen, selbst gedruckten Label versehen sind.

“Aber ich hab doch eine doppelte Sicherung auf Platte…” höre ich (mich) da sagen. Klar, ich war mir bis heute morgen auch sicher, daß ich alles perfekt im Griff haben würde. Ich hab externe Festplatte, ich hab DVDs, hab CDs… …da kann doch nix passieren! – Pustekuchen!

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:: Gegen den Trend – Schwarz-Weiss-Fotografie

am 10.06.2006 um 18:03 - abgelegt unter: Gedanken
Die Aufnahme entstand als Farbbild mit einer Canon D60 und einem Objektiv 17-35L, wurde mit MonochromiX umgewandelt und mit FixFotos MFDL gerahmt. Eine Zusammenfassung der praktischen Erfahrungen mit FixFoto und MonochromiX findet sich in der Kategorie “angetestet”.

Die Beschäftigung mit der Schwarz-Weiss-Fotografie bietet in jedem Fall eine wirklich hervorragende Möglichkeit, sich mit seinen Bildern auch gestalterisch vom Digital-Einerlei abzuheben. Die intensive Beschäftigung mit Licht und Schatten schult das Auge auch für Farbbilder.

Ich möchte behaupten, wer Schwarz-Weiss fotografieren kann, kann auch farbig fotografieren. Sich mit einem Bildmotiv bezüglich seiner Schwarz-Weiss-Tauglichkeit auseinanderzusetzen, heißt gleichzeitig, sich intensiv Gedanken über das Motiv und seine Gestaltung zu machen.

Leider gibt es sehr wenige Digitalkameras auf dem Markt, mit denen man überhaupt Schwarz-Weiss fotografieren kann. Bei denen, die’s gibt, fehlt üblicherweise die Möglichkeit, mit Filtern zu arbeiten, was hier ja eine große Rolle spielt.

Ich habe meine Programmkombination für solche Aufgaben gefunden: FixFoto, zusammen mit dem ganz neu erschienenen Zusatzmodul MonochromiX, das mir all die oben angesprochenen Möglichkeiten bietet.

Die Bilder lassen sich mit MonochromiX in wirkliche optimaler Qualität auf der Basis vieler mitgelieferter Filmprofile umwandeln, mit Schwarz-Weiss-Filtern beeinflussen und als Standard-Schwarz-Weiss, auf simuliertem Chamoise-Papier oder auch getont ausgeben. FixFoto und MonochromiX sind selbstverständlich auch auf der Homepage des Programmautors erhältlich. Ich finde Programm und Zusatzmodul aber so gut, daß ich gerne ehrenhalber und unentgeltlich dafür klappern möchte.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sich- mit oder ohne oben erwähnte Software – der allgemeine Trend möglichst schnell zu mehr Qualität und Gestaltung wandeln würde. Eine höhere Wertschätzung des Hobbys Fotografie jedenfalls würde uns allen gut zu Gesicht stehen.

Ich wünsche allzeit “gut Licht” und verabschiede mich für heute mit einer nicht ganz ernst gemeinten Emfpehlung: “Immer wenn die Sonne lacht – Blende acht!”


:: Gedanken zur digitalen Entwicklung in der Fotografie

am 09.06.2006 um 17:44 - abgelegt unter: Gedanken

Digital ist “in”, die Entwicklung schreitet in Riesenschritten voran. Ich habe den Eindruck, daß in genau so großen Schritten, wie sich Digitalknipsen aller Schattierungen auf dem Markt verbreiten, die Qualität der produzierten Bilder in den Keller geht.

Masse statt Klasse wird allenthalben produziert. Man sieht an jeder Ecke Zeitgenossen, die den Eindruck erwecken, ihre Arme seien allesamt zu kurz. Weit von sich gestreckt halten sie ihre Digitalknipsen, versuchen auf dem Briefmarkenmonitor im hellen Sonnenlicht noch irgend eine Bildinformation zu erhaschen, was meist fehlschlägt. Kost ja nix, also draufhalten und einfach drücken. Die meisten Leute sind weit entfernt von jeglicher Bildgestaltung oder Überlegungen zur Qualität ihrer Bilder.

Die Produktion wird dann im Straßencafe auf eben diesem Briefmarktenmonitor gesichtet und aussortiert. Wie man auf solch einem Monitor die Bildqualität oder sogar die Schärfe beurteilen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Wo man sich früher, im “analogen Mittelalter” noch Gedanken um die Bildgestaltung gemacht hat – Filme und Bilder waren teuer, man hatte ein wertvolles Hobby – wird heute mehr denn je geknipst, einfach draufgehalten. Die Fotografie ist zur Wertlosigkeit verkommen und so sind auch viele im Netz präsentierten Ergebnisse dieser Knips-Orgien. Passt auch zur derzeit grassierenden “Geizgeil-Mentalität” vieler Zeitgenossen.

Um allen Lernwilligen ein wenig zu helfen, habe ich die Bücherliste veröffentlicht, die neben Werken für’s Grundwissen eben auch zwei wertvolle Bücher zur Bildgestaltung enthält.

Bleibt mir nur noch, viel Spaß beim Schmökern und allzeit gute Bilder zu wünschen.


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