Jul 18

Erfahrungsbericht Garmin NÜVI 860TFM

Heute habe ich kurzerhand mal zu Fuß “nüvigiert”. Das bedeutet, ich habe mein neues Nüvi 860 als Tracker mißbraucht. Aber erst mal der Reihe nach…

nuevi

Nach meinen diversen Reinfällen mit Sony- und Navigon-Geräten hatte ich mir vor einigen Monaten ein Garmin Nüvi 660 TFM zugelegt, mit dem ich sehr zufrieden war. Die Navigation war von hervorragender Qualität, die einfache Konfiguration mit meinem Handy als Freispreicheinrichtung hat mich begeistert. War ein guter Kauf, aaaaaber:

Als Faulpelz, der seine Reisekostenabrechnungen immer relativ spät macht, hat mich die Möglichkeit interessiert, die Fahrten mit zu tracken, um später anhand der Tracks die Route präziser erinnern zu können. Ich habe gelesen, daß das neue Nüvi 860 genau dieses Feature bietet. Zusammen mit einer neuen Sprachsteuerung bietet es auch die Anzeige von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Fernstraßen und Autobahnen. Lauter lustige Gimmicks, die mir gut reinlaufen würden, dachte ich mir und habe auf einer meiner letzten Reisen bei meinem Lieblings-GPS-Laden “gps24.de” einen Stop eingelegt. Nachdem ich mich habe nochmal kompetent beraten lassen, habe ich mich entschlossen, mich dem Kaufwahn hinzugeben und schon war ich neuer Besitzer des obigen Geräts. Da hab ich meine Faulheit “teuer bezahlt”, und gleich das High-End-Modell gekauft.

Klar habe ich es gleich an die Frontscheibe gepappt und mich heim lotsen lassen.

Allererste positive Erfahrungen:

  • Navigation hervorragend, wie das 660 auch.
  • Kartenmaterial auf dem neuesten Stand
  • Inbetriebnahme problemlos
  • Einrichten von Handy und freisprechen problemlos
  • Sprachsteuerung intuitiv und problemlos (inkl. Handy-Funktionen)
  • Autohalterung besser als die des 660

Was mir negativ aufgefallen ist:

  • Die Lautstärke von Ansage und Telefon ist mir deutlich zu leise (da war das 660 optimal!)

Das TMC konnte ich mangels Stau noch nicht testen, ich hatte aber den Eindruck, daß der Empfang etwas besser ist, als beim 660.

Heute habe ich, wie oben schon erwähnt, mit dem Gerät getrackt. Das funktioniert wirklich ganz passabel. Ich hatte vorher auf “Fußgänger” eingestellt und außerdem die Displaybeleuchtung abgestellt, damit der Akku länger hält. Wobei Akkulaufzeiten von ca. 6 Stunden für das mal schnell zur Not mittracken mit Sicherheit dicke ausreicht.

Die Präzision in offenem Gelände, Gerät in Lederetui in der oberen Hemdtasche ist mit der des 60CSx vergleichbar. Im Wald habe ich etwas größere Abweichungen festgestellt (vielleicht 20 m). Ich habe auch den Eindruck, daß das Gerät für die Synchronisation länger braucht. Es dauert auch länger, bis das Gerät die exakte Position gefunden hat.

nuevitrack

Ich hab die Aufzeichnung des Nüvi mal in weiß über die anderen Tracks der gestern getesteten Geräte gelegt.

Der Start rechts unten ist deshalb verunglückt, weil ich, ganz kurz nach dem ich den Satellitenfix hatte, für mehrere Minuten in einem Gebäude verschwunden bin. Danach hat’s einfach ein Minütchen benötigt, bis es wieder Satelliten hatte. Anscheinend hat es die dann beim ersten Eintauchen in den Wald nochmal kurz verloren.

Alles in allem taugt es auf jeden Fall gut als Notlösung für die Trackaufzeichnung. Es speichert übrigens auch beim Herausnehmen aus der Autohalterung automatisch die letzte Position, damit man als Fußgänger in einer fremden Stadt dann auch wieder zu seinem geliebten Auto zurückfindet. Nette Sache, das.

Jetzt brauche ich noch einige Wochen Praxis, hoffe auf ein Firmwareupdate, das dann hoffentlich das Lautstärkeproblem in den Griff bekommt und werde von den weiteren Erfahrungen berichten.

Ein Kommentar zu “Erfahrungsbericht Garmin NÜVI 860TFM”

  1. Krokusweg » Bericht über 3 GPS-Tracker says:

    […] In einem weiteren Beitrag hat Manfred nun auch das nüvi 860 einem ersten Test unterzogen und zwar als Fussgänger. Ist zwar abwegig, aber da man auf die Funktion umschalten kann ist es als eventuelle Notlösung wohl bestens geeignet, aber lest den unterhaltsamen Test selbst. […]

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